Ägypten Reise: Sehenswertes

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Inhaltsverzeichnis

Alexandria

Bibliothek von Alexandria

Die Hafenstadt befindet sich am Nil-Delta und liegt an der ägyptischen Mittelmeerküste. In der zweitgrößten Stadt Ägyptens werden noch heute ein Dreiviertel der Exportgeschäfte abgewickelt. Die erste Siedlung im Stadtbereich ist nach neuesten Erkenntnissen bereits 2700 bis 2200 v.Chr. entstanden. Anschauen sollten Sie sich hier die Bibliotheca Alexandrina, ein Neubau des 49 v.Chr. abgebrannten Vorbilds, die viel mehr ist als eine Bibliothek: Hier können Sie ein Planetarium, neun ständige Ausstellungen, das Culturama (eine multimediale Tour durch die Geschichte Ägyptens) und vieles mehr erkunden. Schon der erste Eindruck des Gebäudes versetzt in Staunen: Es erscheint in Form einer angekippten Scheibe mit 160 Metern Durchmesser. Das 1964 freigelegte römische Amphitheater Kom el Dik (in der Nähe des Hauptbahnhofs gelegen) versetzt Sie zurück in die Geschichte, als noch bis zu 800 Zuschauer die Aufführungen verfolgten. Dies können Sie mit einem Besuch der Villa of the Birds abrunden; ihr Boden ist mit aufwendigen Vogelmotiven verziert.

Luxor

Nil bei Luxor

In und um Luxor befinden sich einige der bedeutendsten archäologischen Stätten Ägyptens. Im Altertum hieß die Stadt, die heute 150.000 Einwohner zählt, noch "Waset", die Griechen nannten sie "Theben". Am bekanntesten ist wohl der Tempel von Luxor, der zu Ehren des Gottes Amun errichtet wurde und durchaus einen Besuch wert ist. Neben den beeindruckenden Statuen von Ramses II. befindet sich eine kleine Moschee, die die sterblichen Überreste des Ortsheiligen Abū l-Haggāg beherbergt. Bei einer Prozession an seinem Jahrestag werden diese in einer Barke durch die Stadt getragen. Das würdevolle Tal der Könige hingegen ist permanent bevölkert von Touristenschwärmen, die dem Ort die einstige Anmut nehmen. Viele der Grabbeigaben wurden über die Jahrhunderte gestohlen.

Kairo

Pyramiden von Giseh

Die Hauptstadt Ägyptens ist mit 16 Millionen Einwohnern gleichzeitig die größte Stadt Afrikas. Da es jedoch keine Meldepflicht gibt, vermutet man, dass sich (inklusive Vororte) bis zu 25 Millionen Menschen in Kairo angesiedelt haben. Ein Basarbesuch ist natürlich ein Muss bei einer Reise in die arabische Welt. Am besten eignet sich der Basar Khan El-Kahlili für einen Bummel. Wagen Sie dabei ruhig einen Abstecher in die Seitenstraßen und Hinterhöfe: Abseits der Touristenstraßen lässt sich das eine oder andere Schnäppchen machen. Die Hauptachse der Islamischen Altstadt liegt zwischen den Stadttoren Bab Al-Futuh und Bab Zuweila: Dort herrscht reges Treiben, und zwischen Mofas und Wasserpfeifenhändlern reiht sich ein Weltkulturerbe ans nächste: die Moschee Al-Hakim (die Moschee der Lichter), die Darb El-Asfar (die Gelbe Gasse) mit dem ottomanischen Herrenhaus Beit Al-Suheimi aus dem 17. Jahrhundert, der 1284 erbaute Qala'un-Komplex und vieles mehr. Die Pyramiden von Giseh sind das letzte noch erhaltene Weltwunder der Antike und befinden sich direkt am Stadtrand des Großraums Kairo. Die drei Monumente vermitteln jedem Besucher einen Hauch von Magie. Die größte der Gruppe ist die Cheops-Pyramide, die aus etwa 2,3 Millionen Steinquadern mit einem Einzelgewicht von 2,5 Tonnen besteht: Für damalige Verhältnisse eine logistische Meisterleistung, das Baumaterial von einem Ort zum anderen zu transportieren. Die anderen zwei Pyramiden sind die von Chephren und Mykerinos. Die Grabkammern zu besichtigen macht für Laien allerdings wenig Sinn, außerdem werden nur jeweils zweimal am Tag 150 Besucher hereingelassen.

Assuan

Isis-Tempel (Gemälde von David Roberts)

Die entspannte Atmosphäre der Stadt unterscheidet sie von den anderen wie Kairo oder Luxor: Hier kann man unbehelligt von aufdringlichen Souvenirverkäufern die Straßen erkunden oder an der Uferpromenade spazieren. Ein empfehlenswertes Ausflugsziel ist beispielsweise das Kitchener Island, auf dem sich ein von Lord Kitchener angelegter botanischer Garten befindet. Mit der Fähre gelangen Sie außerdem zum Elephant Island, wo Sie Reste der 5000 Jahre alten Siedlung Yebu und Tempelruinen und das kleine Assuan Museum besichtigen können. Der Isis-Tempel befand sich ursprünglich auf der Insel Philae, die jedoch immer wieder von Überschwemmungen heimgesucht wurde. Deshalb sägte man den Tempel 1979 in über 3.000 Teile auseinander und baute ihn originalgetreu auf der Nachbarinsel Agilkia wieder auf. Außerdem kann man auf Philae das Hadrianstor und den Trajanskiosk (den Kiosk des Kaiser Augustus) finden, und abends sorgt eine Sound & Light-Show für spektakuläre Effekte. Nach Philae gelangen sie mit einem Boot, das sie sich am Festlandufer mieten können. Zur Zeit seiner Fertigstellung (1902) war der Assuan-Staudamm der größte der Welt. 1971 wurde ein neuer Hochdamm (arabisch: Sadd Al-'Ali) eingeweiht, der 111 Kilometer hoch, 3,6 Kilometer lang und einen Kilometer breit ist.

Abu Simbel

Nefertari-Tempel

280 Kilometer südlich von Assuan liegen die beiden von Pharao Ramses erbauten Felsentempel Abu Simbel. Der große Tempel ist den Göttern Amon Re, Re-Harachte und Ptah gewidmet, der kleinere ist ein Hathor-Tempel für Ramses' Frau Nefertari. (Hathor ist die ägyptische Liebesgöttin.)

Oase Siwa

Die westlichste Oasengruppe Ägyptens liegt in der libyschen Wüste und erstreckt sich über eine Länge von 80 Kilometern. Siwa ist das einzige Gebiet, in dem berberisch gesprochen wird: Die Mehrheit der rund 23.000 Einwohner gehört der Bevölkerungsgruppe der Berber an. Besuchen Sie hier Aghurmi, die antike Haupstadt der Oase, die vor 2500 Jahren erbaut wurde. In den Ruinen finden sie das Amun-Heiligtum, das für sein sagenumranktes Orakel berühmt wurde. Von dort aus können Sie einen atemberaubenden Blick über die ganze Oase genießen.

Westliche Oasen

Zu den westlichen Oasen zählen Bahariyya, Dakhla, Farafra und Kharga. Besonders sehenswert sind hier das Grab des Bannentiu in der Oase Bahariyya, das mit Darstellungen der ägyptischen Götter verziert ist, die Altstadt Al-Qasr in der Oase Dakhla, in der man faszinierende Gebäude aus alten Zeiten findet und das 2002 eröffnete Ethnographic Museum besuchen sollte, und die 20 Kilometer nördlich von Farafra liegende Weiße Wüste, wo man (zusammen mit einem sachkundigen Begleiter) übernachten und einige faszinierende Schauspiele der Natur beobachten kann.

Weblinks

Ägyptisches Fremdenverkehrsamt

Hinweise des Auswärtigen Amts

Deutsche Botschaft Kairo

Marco Polo Online Reiseführer

Ägypten Online

Reisen und Urlaub in Ägypten

Ägyten-Guide

Bibliotheca Alexandrina

Golfspielen in Ägypten

Tauchcenter Alexandria Dive

Windsurf-Kurse in deutscher Sprache

Anbieter von Angel- und Tauchtouren


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