Afrika

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Afrika ist mit 30 Millionen Quadratkilometer der drittgrößte Erdteil - er macht rund 22 Prozent der gesamten Landesfläche der Welt aus. Er erstreckt sich von 37° nördlicher Breite bis 34° südlicher Breite.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Afrika ist eine wenig durch Einbuchtungen der Meere unterteilte Landmasse, die durch das Mittelmeer von Europa, durch das Rote Meer und den Suezkanal von Asien getrennt wird. Afrika hat eine kaum gegliederte Küste und verfügt über wenig gute Häfen.

Wüstensee in Marokko

Der afrikanische Kontinent ist durch zahlreiche unterschiedliche Landschaften geprägt: An den Atlas, das junge Faltengebirge im Nordwesten, schließt die große Wüstenlandschaft der Sahara an. Diese wird im Süden begrenzt wird von den Beckenlandschaften des Sudan. Im südlichen Teil Afrikas liegen Beckenlandschaften und Hochländer, im Osten auch mit Grabenbrüchen und Vulkanen: Hier liegt der berühmte Kilimandscharo. Im äußersten Süden erhebt sich schließlich das kapländische Faltengebirge.

In den weiten Becken des afrikanischen Kontinents fließen große Ströme wie der Nil, der Kongo, der Sambesi und der Niger. In Ostafrika liegen zudem große Seen wie der Victoria-, der Tanganjika- oder der Malawisee.

Klima und Vegetation

Afrikanischer Elefant auf Futtersuche

Es zeigt sich eine vom Äquator nach Norden und Süden relativ gleichmäßig ausgehende Verteilung der Klimazonen. Das Klima in Äquatornähe ist tropisch. Hier findet sich dichter Urwald mit Regen zu allen Jahreszeiten. In nördlicher und südlicher Richtung schließen sich an den tropischen Regenwald subtropische Regionen an, die in Baumgrassteppen übergehen, welche durch den Wechsel von Regen- und Trockenzeiten geprägt sind. Auf diese Gebiete folgen die großen Trockengebiete des Kontinents im Norden und Süden. In den trockenen Regionen liegen Grassteppen und Wüsten (Kalahari, Sahara). An der Nord- und Südküste Afrikas schließlich herrscht mediterranes Klima. In den Gebieten des Atlas gibt es Hartlaubhölzer, Macchia und Ölbäume.

Die Tierwelt ist sehr vielfältig: im Urwald leben Affen, Elefanten, Flusspferde, Krokodile, Schlangen, Eidechsen, Vögel und Insekten, in den Steppen Antilopen, Strauße, Giraffen, Löwen, Elefanten, Nashörner, Schakale, Hyänen und Leoparden u.a.

Bevölkerung

Massai-Kinder in der Savanne

Die Bevölkerungszahl Afrikas ist nicht genau bekannt. Die Zahlenangaben weichen teilweise erheblich voneinander ab. Die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung geht von einer Einwohnerzahl von 906 Millionen (2004) aus. Davon sind etwa sechs Millionen europäischen Ursprungs. Im Norden bis zur Mitte der Sahara leben hauptsächlich europide Rassen (Araber, Berber u.a.), südlich vor allem negride Rassen. Im Osten sind auch Asiatische Völker eingewandert. Im Urwald gibt es noch Jäger- und Sammlerstämme, während in Nord-, Ost- und Südafrika eher Viehzüchter und Nomadenhirten leben.

Der Großteil der Bewohner von Nordafrika ist muslimisch. In den anderen Teilen des Kontinents war die christliche Mission erfolgreich, hier leben überwiegend Christen. In Ägypten und Äthiopien gibt es auch altchristliche Glaubensgemeinschaften (Kopten). Andere Glaubensformen wie Animismus, Fetischismus und Totemismus sind ebenfalls zum Teil weit verbreitet.

Geschichte

siehe Geschichte Afrikas