Angola (Bevölkerung)
Aus Länder-Lexikon.de
Die Bevölkerung Angolas umfasst insgesamt rund 12,5 Millionen Menschen, etwa ein Drittel davon lebt in Städten. Die Hauptstadt Luanda an der Atlantikküste hat rund 3,8 Millionen Einwohner, zweitgrößte Stadt ist Huambo mit rund 230 000 Einwohnern. Mit durchschnittlich 10 Einwohnern pro Quadratkilometer weist das Land eine geringe Bevölkerungsdichte auf.
Ingesamt leben rund 100 verschiedene Ethnien in Angola. Die meisten Bewohner des Landes gehören den Bantuvölkern an, größte Gruppe sind die Ovimbundu mit rund 37 % Anteil an der Gesamtbevölkerung, gefolgt von den Kimbundu (23 %) und den Bakongo (12 %). Weitere Völker sind z.B. die Tschokwe, Humbe, Lunda, Luimbe-Nganguela und Ovambo. Über 50 % der Gesamtbevölkerung sind Christen, meist Katholiken. Von rund 12 % werden Naturreligionen praktiziert. Allerdings kommt es häufig zu einer Vermischung christlicher und indigener Glaubenspraktiken.
Der lang anhaltende Bürgerkrieg bzw. seine Folgen stellen für das Land und seine Bevölkerung eine schwere Belastung dar. Hungersnöte sind für die sehr hohe Säuglings- und Kindersterblichkeitsrate maßgeblich mitverantwortlich (18 %). Die medizinische Versorgung ist auf Grund der schwer beschädigten Infrastruktur absolut unzureichend. Allgemein liegt die Lebenserwartung für Frauen und Männer bei ca. 38 Jahren. Trotz Schulpflicht wird die Alphabetisierungsquote auf nur 67 % geschätzt. Fast die Hälfte der Bevölkerung ist jünger als 15 Jahre. Ein großes Problem stellen die neun bis 15 Millionen vermuteten Landminen dar, für deren Räumung keine finanziellen Mittel zur Verfügung stehen.
Die Amtssprache Angolas ist Portugiesisch, weiter werden verschiedene Bantu- und andere afrikanische Sprachen gesprochen.