Argentinien (Flora und Fauna)
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Das Land weist entsprechend seiner Ausbreitung von den Tropen bis zum Südpol unterschiedlichste Vegetationsbereiche und Tierarten auf. So finden sich subtropische Regenwälder mit Riesenzedern und Lorbeerbäumen in der Provinz Misiones im Nordosten. Eine weitere Besonderheit sind die extrem widerstandsfähigen Quebracho-Bäume (spanisch für Axtbrecher) in Mesopotamien, aus deren Kernholz Tannin und aus deren Rinde Gerbstoffe gewonnen werden. Xeromorphe, d.h. durch bestimmte Schutzvorrichtungen vor Austrocknung geschützte Pflanzen wie z.B. Dornbüsche und Kakteen, gibt es im Gran Chaco, weites Grasland mit einer großen Vielfalt an Wildgräsern in der Pampa húmeda.
In Ostpatagonien finden sich karge Steppen, im südlichen Feuerland Wälder mit Scheinbuchen und Araukarien (Andentannen). In ganz Patagonien wachsen u.a. zahlreiche verschiedene Kräuterarten, Wildgräser und Brombeersträucher. In den Anden gibt es neben Nadelgehölzen auch Hartlaubbäume und Erlen. In der Puna, einem Hochland im Bereich der mittleren Kordilleren, treten oberhalb von 3 500 m dicht beblätterte Polsterpflanzen und insbesondere Tolaheide auf.
Die sehr artenreiche Tierwelt Argentiniens umfasst im Norden Säugetierarten wie Affen, Jaguare, Pumas, Ozeloten, Ameisenbären, Tapire und Waschbären. Einheimische Vögel sind Flamingos und verschiedene Kolibri- und Papageienarten. In der Pampa und teilweise auch in Patagonien leben Gürteltiere, Füchse, Marder, Wildkatzen, Hasen, Hirsche und der Nandu, ein straußenähnlicher Laufvogel. An Vogelarten kommen z.B. Falken, Reiher, Regenpfeifer und Rebhühner vor. Die heute in Patagonien wild lebenden Schweinerassen stammen vom Hausschwein ab, das die europäischen Siedler einst ins Land brachten. In den kälteren Bergregionen der Anden sind unter anderem Lamas und Kondore beheimatet. In den Küstengewässern finden sich zahlreiche Fische und Seelöwen, in den Flüssen im Landesinneren gibt es große Vorkommen an Süßwasserfischen.