Argentinien (Wirtschaft)
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Argentinien baut seine wirtschaftliche Entwicklung (BIP-Wachstum ca. 8 % in 2007 nach mehrjähriger Rezession um die Jahrtausendwende) auf mehreren Sektoren auf.
Zum einen besitzt der Staat mit seinen fruchtbaren Ebenen hervorragende Grundlagen für eine produktive Landwirtschaft (Getreide; Viehzucht). In den letzten Jahren wurde v.a. der Industriesektor ausgeweitet. Da dessen Förderung aber mit dem Abbau von Schutzzöllen, umfassenden Privatisierungen und einem rigorosen Sparkurs einherging, kam es im Dezember 2001 zu gewalttätigen Protesten in der Bevölkerung und Anfang 2002 zum Staatsbankrott. Unter Präsident Duhalde wurde die 1:1-Bindung des Peso an den US-Dollar aufgehoben und der Peso um fast ein Drittel gegenüber dem US-Dollar abgewertet. Die Kapitalkontrollen blieben jedoch weiterhin in Kraft. 2003 erholte sich die argentinische Volkswirtschaft von der Krise.
Die wichtigsten Exportgüter des Landes sind nach wie vor Agrarprodukte (Getreide, Ölsaaten, Mais, Soja, Sonnenblumenkerne, Zitrusfrüchte, Tabak und Sorghum sowie Rind- und in geringerem Umfang Lammfleisch und Geflügel) sowie Roh- und Brennstoffe. Importiert werden Verbrauchs- und Investitionsgüter sowie Kraftfahrzeuge und Maschinen. Die größten Industriebetriebe finden sich im Großraum Buenos Aires und gehören der Konsumgüterindustrie an. Primär für den heimischen Markt werden hier Produkte aus Fleisch, Getreide, Zucker und Öl produziert und weiter verarbeitet.
Eine starke Energierohstoffbasis (Erdgas, Erdöl, Wasserkraft, Kernkraft) macht das Land nahezu autark. Weiterhin positiv wirkt sich ein großes Potenzial an bisher unerschlossenen Bodenschätzen auf die Zukunftschancen des Landes aus. Zu den bereits abgebauten und produzierten Rohstoffen gehören Asbest, Blei, Kupfer, Wolfram, Zink, Zinn, Gold und Silber, Mangan, Uran, Erdöl und Erdgas.
Da die Kraftwerkskapazitäten und die Energieinfrastruktur in den letzten Jahren kaum ausgebaut worden sind, ist die Energieversorgung des Landes trotz der ausreichenden Energierohstoffe mangelhaft. Dies droht die ökonomische Aufwärtsbewegung mittel- und langfristig zu behindern.
Währung ist der argentinische Peso (=100 Centavos)