Auswärtige Amt warnt Ägyptenurlauber

    Aus Länder-Lexikon.de

    Touristen, die ihren Urlaub in Ägypten gebucht haben, werden wahrscheinlich erschrocken sein, wenn sie in den Nachrichten hören, dass Reiseveranstalter seit kurzem Buchungen für Ägypten stornieren. In den Urlaubsorten des Landes ist zwar von der Bedrohung noch nicht viel zu bemerken, dennoch ist die Gefahr nicht zu unterschätzen, wie auch Urlauber berichten, die aus dem Ägyptenurlaub zurückgekehrt sind:

    Reiseveranstalter zeigen sich kulant

    Schon mehrere Reiseveranstalter haben Reisen abgesagt, die bis zum 29. September stattfinden sollten. Alltours, TUI und Thomas Cook gehören zu denen, die kürzlich reagiert und damit auf die Warnungen des Auswärtigen Amtes gehört haben. Das Auswärtige Amt rät dringend vor Reisen in entsprechende Gebiete ab, da die aktuelle Lage brisant und die Entwicklung nicht vorhersehbar ist.

    Alltours und TUI bieten ihren Kunden bei Reisen, die bis zum 31. Oktober stattgefunden hätten, Umbuchungen und Stornierungen an, bei denen keine zusätzlichen Kosten entstehen. DER Touristik hingegen fliegt seine Kunden weiterhin nach Ägypten ein, da die Warnungen des Auswärtigen Amtes die Hauptreisegebiete am Roten Meer nicht betreffen. FTI Group zeigt sich flexibel und überlässt die Entscheidung seinen Reisenden: Wer möchte, kann ans Rote Meer mit FTI verreisen, es ist aber ebenfalls kein Problem, die Reise umzubuchen. Speziell in der Zeit der Schulferien sind einige Ferienanlagen aber schon ausgebucht und Schnäppchen eher selten. Um den Urlaub besser planen zu können, gibt es auf der Seite www.ferien.de/ferien einen umfassenden Überblick der Schulferien in Deutschland, Österreich und der Schweiz und den dazu passenden Reiseangeboten.

    Sicherheit in Touristengebieten

    Viele Urlauber sind trotz des Entgegenkommens der Reiseveranstalter verunsichert, ob sie kostenlos stornieren oder umbuchen können. Da sich die Veranstalter nach den Aussagen des Auswärtigen Amtes richten, ist es wichtig, hier auf die Wortwahl zu achten. Auf der sicheren Seite ist man, wenn das Amt eine offizielle Reisewarnung ausspricht. Im aktuellen Fall jedoch rät das Amt lediglich von einer Reise in bestimmte Gebiete ab – es ist daher ein Sicherheitshinweis. Die Warnungen gelten für viele Touristengebiete wie Luxor oder das Nildelta. Kreuzfahrten auf dem Nil sind ebenfalls damit gemeint.

    Auch wenn die Sicherheit unter Umständen gefährdet ist, haben Urlauber kein Recht auf eine kostenlose Stornierung. Dies ist erst dann der Fall, wenn eine konkrete Warnung ausgesprochen wird, wie es zurzeit beispielsweise bei Reisen in den Nord-Sinai der Fall ist. Da viele Reiseveranstalter aber jetzt von sich aus ihren Kunden eine kostenlose Umbuchung anbieten, braucht man sich in den meisten Fällen nicht zu sorgen.

    In Hotelnähe bleiben

    Wer trotzdem verreisen möchte, sollte sich unbedingt an die Empfehlungen des Reiseveranstalters halten. Vor Ort ist das Hotel der Ansprechpartner, der am besten weiß, wie die Lage ist. Wer sich außerhalb der Hotelanlagen bewegt, sollte immer darauf achten, dass er Menschenansammlungen oder Demonstrationen aus dem Weg geht, da diese Situationen schnell eskalieren können. Außerdem sollte man am Nachmittag oder Abend keine Fahrten mehr unternehmen, sondern sich in der sicheren Umgebung aufhalten.