Bagdad

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Hauptstadt der Republik Irak. Über 7 Millionen Menschen leben im Großraum der Universitätsstadt am Tigris. Es gibt eine berühmte Universität (gegründet 1233). Besondere wirtschaftliche Bedeutung haben die Ölraffinerien. Es gibt viele Betriebe der Stoffherstellung und -verarbeitung (zum Teil noch Handarbeit).

Kunst und Kultur

Die vielen Basare beleben das Stadtbild. Eines der ältesten Gebäude der Stadt ist der Abbasidenpalast aus dem 12. Jh. Im 13. und 14. Jh. wurde die Marjanmoschee errichtet. In einem Vorort der Stadt liegt einer der bedeutendsten Wallfahrtsorte des Islam, die Goldene Moschee mit den Gräbern von alten schiitischen Imamen. Das Irakische Nationalmuseum beherbergt einzigartige Exponate zur Menschheitsgeschichte des Zweistromlandes. Viele Bestände sind infolge des 3. Golfkrieges geplündert worden.

Geschichte

762 n.Chr. wurde Bagdad von den Abbasiden als Reichshauptstadt gegründet. Die Stadt wurde zur glanzvollen Residenz der Kalifen bis zur Eroberung durch die Mongolen 1258. Dann wechselten persische oder türkische Fremdherrschaften, seit 1920 ist Bagdad Hauptstadt des Irak. 1955 fand die Unterzeichnung des Bagdadpakts statt.

Während des dritten Golfkrieges 2003 ist Bagdad massiv bombardiert worden. Zusätzlich haben Plünderungen und Verwüstungen großen Schaden angerichtet.