Chile (Politisches System)
Aus Länder-Lexikon.de
Chile ist laut der Verfassung von 1980 eine Präsidialrepublik. Der Präsident bzw. die Präsidentin (Michelle Bachelet Jeria, seit März 2006) bestimmt die Richtlinien der Politik, ernennt und entlässt Mitglieder des Kabinetts, die Intendenten der Regionen und Gouverneure der Provinzen sowie Inhaber weiterer wichtiger Staats- und Verwaltungsämter. Er wird alle vier Jahre direkt vom Volk gewählt, eine unmittelbare Wiederwahl ist nicht möglich.
Das Zweikammern-Parlament besteht aus dem Abgeordnetenhaus (Cámara de Diputados) mit 120 Abgeordneten, die für vier Jahre gewählt sind, und dem Senat (Senado), der aus 48 Mitgliedern besteht. Die Senatoren werden für einen Zeitraum von acht Jahren gewählt, Teilwahlen finden alle vier Jahre statt. Es besteht Wahlpflicht ab dem 18. Lebensjahr. Die wichtigsten Parteien sind entweder im Mitte-Links-Bündnis "Concertación de los Partidos por la Democracia" (kurz: Concertación oder CPPD) der Regierung oder im Mitte-Rechts-Bündnis "Alianza por Chile" der Opposition zusammengeschlossen.
Chile ist in 14 Regionen und die Hauptstadtregion sowie in 51 Provinzen aufgeteilt.