China (Bevölkerung)

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Chinesische Fischer bei der Arbeit

China ist mit rund 1,33 Milliarden Menschen das bevölkerungsreichste Land der Erde. Die durchschnittliche Bevölkerungsdichte liegt bei 139 Einwohnern pro Quadratkilometer, allerdings ist die Bevölkerung sehr ungleich verteilt: Im Norden und Westen des Landes sind weite Teile extrem dünn besiedelt, während andere Landesteile im Osten und Süden sehr dicht besiedelt sind (bis zu 2 000 Einwohner pro Quadratkilometer). Zu den größten Ballungsgebieten gehört der Großraum Schanghai mit rund 18,4 Millionen Menschen im Großraum, weitere Millionenstädte sind z.B. die Hauptstadt Peking (Beijing, Großraum 13,82 Millionen), Tianjin (Großraum 9,85 Millionen), Schenyang, Wuhan, Chongqing und Xi'an.

Nachdem die Bevölkerung Chinas Anfang der 1980er Jahre die Milliardengrenze überschritten hatte und weiter hohe Wachstumsraten aufzeigte (2,5 %), wurden von staatlicher Seite her Maßnahmen gegen die Überbevölkerung ergriffen. Dazu gehörte unter anderem die Heraufsetzung des Heiratsalters, die Legalisierung von Abtreibungen und die Befürwortung der Ein-Kind-Familie. Derzeit liegt die Rate für das Bevölkerungswachstum bei 0,58 %.

91,9 % der Bevölkerung sind Chinesen, die sich selber als Han bezeichnen. Daneben gibt es etwa 50 ethnische und religiöse Minderheiten im Land: Die größte Gruppe sind die Zhuang mit rund 16 Millionen, die zu den Thaivölkern gehören und in der autonomen Region Guangxi leben. Weitere Gruppen sind die Hui (ca. 9 Millionen, autonome Region Ningxia) und die Uiguren (ca. 7 Millionen, autonome Region Xinjiang). In der autonomen Region Tibet, die 1950 von chinesischen Truppen besetzt und an China angegliedert wurde, leben rund vier Millionen Tibeter. Ihr religiöses und politisches Oberhaupt, der Dalai Lama, lebt seit dem Ende der 1950er Jahre im Exil in Indien und fordert die Unabhängigkeit Tibets. Weitere Minderheiten sind Mongolen, Kasachen, Yi und Miao. Hochchinesisch (Mandarin), das auf dem Peking-Dialekt basiert, ist die offizielle Amtssprache, in den verschiedenen Regionen werden auch die Sprachen der dort lebenden Minderheiten gesprochen.

Seit dem Ende der 70er Jahre ist die freie Religionsausübung in China wieder in der Verfassung festgehalten. De facto versucht das seit 1949 herrschende kommunistische Regime nach wie vor, den Einfluss der Religionen massiv zu unterdrücken. So ist nach offiziellen Angaben der Anteil an Konfessionslosen mit über 70 % hoch. Dennoch sind nach wie vor viele Chinesen Anhänger des Konfuzianismus, des Daoismus und des Buddhismus, wobei hier die Buddhisten die zahlenmäßig größte Gruppe darstellen (ca. 100 Millionen Chinesen). Angehörige des Islam machen schätzungsweise um die 2 %, Christen etwa 1 % der Bevölkerung aus.

Die Lebenserwartung für ein heute geborenes chinesisches Baby beträgt rund 72,5 Jahre. Die Alphabetisierung der Bevölkerung liegt bei 91 %.

Weblinks

The World Fact Book (CIA)

Kulturrevolution

China Informationen

Chinesische Kalligrafie


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