China (Flora und Fauna)

Aus Länder-Lexikon.de

Landschaft in der Provinz Ghangxi

Etwa 14 % der Landesfläche sind bewaldet. Im äußersten Süden des Landes (Hainan) finden sich Regenwälder, Palmen und Mangroven. In den Berg- und Hügelländern Südchinas ist die Vegetation subtropisch mit immergrünen Laubwäldern (unter anderem mit Eichen), die in Richtung Norden allmählich in Mischwälder (südliche Mandschurei) und Nadelwälder (Nordchina) übergehen. Ausgedehnte Wälder wachsen heute nur noch in den Randgebirgen des Tibetischen Hochlands. Das Hochland selbst liegt zum Großteil oberhalb der Baumgrenze und ist mit Gras bedeckt bzw. weist alpine Matten auf. In vielen Teilen des Landes musste die ursprüngliche Vegetation einer intensiven landwirtschaftlichen Nutzung weichen. In den extrem trockenen Gebieten Chinas (z.B. Tarimbecken, Dsungarei und im mongolischen Hochland) finden sich Vollwüsten bzw. an deren Rändern Halbwüsten und Steppenlandschaften.

Eine bizarre Gesteinsformation in Kumning
Der Huang Shua im Nebelmeer, einer der heiligen Berge Chinas

Die dünn besiedelten Regionen Chinas vor allem im Westen und Nordosten bieten einer Vielzahl von Tieren einen geeigneten Lebensraum. Einige der hier lebenden Tierarten sind endemisch, so z.B. der China-Alligator, der Chinesische Flussdelfin und der Chinesische Riesensalamander. Im Norden leben unter anderem Hirsche, Elche und Biber. Im Bestand gefährdet ist der Sibirische Tiger, der im Grenzgebiet zu Russland vorkommt. Als ausgestorben gilt das Przewalskipferd. Im tibetischen Gebirge lebt der Große Pandabär (Bambusbär), dessen Bestand kontinuierlich abnimmt. Heute leben schätzungsweise noch 1 000 bis 1 500 wilde Exemplare in den vorhandenen Schutzgebieten, doch durch die speziellen Ernährungsgewohnheiten der Tiere ist ihr Fortbestand nicht gesichert. Besonders vielfältig ist die Vogelwelt in China, zu der neben zahlreichen Zugvögeln u.a. die Mandschurendrommel und der Mandschurenkranich, Seidenreiher, Goldfasan und Wanderfalke gehören.


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