Dänemark (Flora und Fauna)
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Dänemark gehört der Region des mitteleuropäischen Laubwaldes an, grenzt aber bereits an die Vegetationszone des borealen Nadelwaldes, einem Waldgürtel, der sich auf der Nordhalbkugel an die Arktis anschließt. Den Großteil des Festlandes bilden Ackerland, Weiden und Wiesen, die landwirtschaftlich genutzt werden. Wälder, die einst zwei Drittel der Landesfläche bedeckten, machen heute noch etwa 12 % aus. Die häufigsten Bäume sind Buchen, die sich vor allem auf Ostjütland und den Inseln finden, auch Eichen, Birken und Eschen kommen vor. An der Nordseeküste stehen durch Aufforstungsmaßnahmen Nadelhölzer, die dem Windschutz dienen. Etwa weitere 5 % nehmen Dünen, Heideflächen, Hochmoore und Seen ein.
In den wenigen noch naturbelassenen Waldflächen sind abgesehen von Rotwild kaum frei lebende größere Wildtiere vorhanden. Vereinzelt finden sich Rotfüchse, Hasen und Eichhörnchen, sehr selten Baummarder. Durch die Trockenlegung großer Feuchtgebiete für die landwirtschaftliche Nutzung wurde vielen Arten der Lebensraum entzogen. Die Vogelwelt dagegen ist sehr artenreich. Das dänische Staatsgebiet besteht zu zwei Dritteln aus Wasserflächen. In der Nordsee mit seinem fast ozeanischen Wasser und einem hohen Salzgehalt leben etwa 1 500 verschiedene Tierarten, in der Ostsee sind es deutlich weniger. Quallen und Wasserflöhe gehören ebenso zu den Meeresbewohnern wie Tümmler, Dorsch, Kabeljau, Hering und Scholle. Am Meeresgrund leben Herzmuscheln und Sandwürmer, Miesmuscheln, Krebse und Seesterne.
In Grönland treten besonders an der Westküste häufig Fallwinde auf. Die dadurch eindringenden wärmeren Luftmassen führen zu einer verstärkten Vegetation. Kurzwüchsige Birken und Erlen, aber auch Wacholder, Rhododendron, Kräuter, Moose und Flechten bestimmen das Bild. Nach Norden hin wird die Vegetation spärlicher.
Heimische Tiere sind Polarhasen, Rentiere sowie Blau- und Weißfüchse. Im Norden treten Moschusochsen und Lemminge auf. Die Küstengewässer beherbergen Robben und zahlreiche Fischarten. Die Küsten der Färöer-Inseln sind stark gegliedert. Infolge der hohen Luftfeuchtigkeit sind sie mit Heiden, Mooren und Wiesen bedeckt. Durch den ständigen starken Wind gibt es nur wenige Bäume auf der Insel. Zahlreich sind aber die Vogelarten. Etwa 300 zählen die Ornithologen, viele davon - wie etwa Papageientaucher und Sturmvogel - nisten in den felsigen Klippen der Insel.