Dänemark (Wirtschaft)

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Dänemark ist einer der weltweit höchstentwickelten Industriestaaten mit sehr hohem Lebensstandard und nur geringen sozialen Unterschieden. Als Mitglied der EU und auf Grund der Nähe zu Deutschland ist das Land wirtschaftlich stark nach Süden orientiert. Einen traditionellen Gegenpol hierzu bildet die enge wirtschaftliche Zusammenarbeit mit den skandinavischen Nachbarstaaten Schweden, Norwegen, Finnland und Island, mit denen überdies eine Passunion besteht.

Das gemäßigt-feuchte Klima begünstigt die äußerst effektive Landwirtschaft. Nahezu drei Viertel der Landesfläche werden als Wiesen, Weiden und Ackerflächen landwirtschaftlich - und meist mit Hilfe modernster Technik - genutzt. Der erhebliche Überschuss v.a. an (Rind-)Fleisch, Milch und Eiern sowie Fisch aus der Nordsee geht in den Export. Dänemark besitzt eine der bedeutendsten Fangflotten Europas.

Neben landwirtschaftlichen Produkten sind Bier, Arzneimittel, Möbel, Schiffe und Waren aus der Metallindustrie die wichtigsten Exportgüter. Durch eine hervorragende Verkehrsstruktur bildet das Land überdies einen wichtigen Knotenpunkt zwischen EU und Skandinavien zu Wasser, auf der Straße und in der Luft. Wichtigster Außenhandelspartner sowohl bei Ein- als auch Ausfuhren ist Deutschland, gefolgt von Schweden.

An Rohstoffen sind mit Ausnahme von Kalk und Öl nur wenige vorhanden. Die Erdölvorkommen decken den Eigenbedarf und liefern Überschüsse. Eine niedrige Inflationsrate und Arbeitslosenquote, der hohe Ausbildungsstandard der Arbeitnehmer und ein starker Produktionssektor im Hightech-Bereich sichern dem Land auch zukünftig wirtschaftliche Stabilität.

In Grönland ist nach wie vor eine große Anzahl der Erwerbstätigen direkt oder indirekt im Fischereibereich tätig, Dorsch-, Heilbutt- und Robbenfang spielen eine zentrale Rolle, teilweise bestehen Fabriken zur industriellen Weiterverarbeitung der gefangenen Fische. Daneben sind Schafzucht und Bergbau wirtschaftlich einträglich, so werden seit 1973 Blei-Zink-Erze bei Maarmorilik abgebaut. Kangelussuaq ist ein wichtiger Flugplatz für die Polarroute, der Haupthafen der Insel liegt bei der Hauptstadt Nuuk.

Auf den Färöern haben sinkende Fischereierträge in den 1990er Jahren für große wirtschaftliche Probleme gesorgt, der Dorsch- und Heringfang bildet aber weiterhin eine wichtige Einnahmequelle. Die Schafzucht hat ebenfalls an Bedeutung verloren. In der Nähe der Inseln werden Erdölvorkommen vermutet.

Währung ist die Krone (= 100 Öre).


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