Deutschland (Kunst, Barock)

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Erste Ansätze zur Herausbildung des deutschen Barock (frühes 17. Jh.: E. Holl in der Architektur, Augsburger Rathaus, 1615-20; G. Petel in der Bildhauerei; A. Elsheimer in der Landschaftsmalerei; G. Flegel mit Stillleben) konnten sich durch den Dreißigjährigen Krieg (1618-48) nicht entfalten. Erst gegen Ende des 17. Jh.s. kam es zur Herausbildung des deutschen Barock, unterstützt durch die gesellschaftliche Entwicklung (Landesherren-Absolutismus, Katholizismus und regionaler, protestantischer Dogmatismus). Dominant war auch in dieser Periode die Architektur mit Werken wie der Wiener Karlskirche (1716-22, J.B. Fischer von Erlach), dem Oberen Belvedere (Wien, 1721 bis 23, J.L. von Hildebrandt), Stift Melk (ab 1702, J. Prandtauer), dem Berliner Schloss (ab 1698, A. Schlüter). Höhepunkt deutscher Barock-Architektur sind der Dresdner Zwinger (ab 1711, D. Pöppelmann) und die protestantische Frauenkirche (Dresden, ab 1726, G. Bähr); weiter entstanden in dieser Periode von C. und K.T. Dientzenhofer das barocke Sankt Nikolaus auf der Kleinseite (Prag, ab 1703), von J. Dientzenhofer die Banzer Klosterkirche (1710 bis 19), von J.B. Neumann die Treppenhausanlagen der Würzburger Residenz; weitere Barockarchitekten waren die Brüder Asam (Weltenburg, 1716-18, Johann-Nepomuk-Kirche, ab 1733, München), J.M. Fischer (Zwiefalten, ab 1739, Ottobeuren, ab 1748), D. Zimmermann (Steinhausen bei Schussenried, 1727-33).


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