Entwicklung des innerdeutschen Flugverkehrs rückläufig

    Aus Länder-Lexikon.de

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    Der innerdeutsche Flugverkehr muss in diesen Tagen heftige Rückschläge hinnehmen. Die Zahl der Flugbewegungen nimmt dabei ebenso ab, wie die Zahl der Passagiere, die innerhalb Deutschlands fliegen. Das geht aus aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamts hervor.

    Schlechtester Jahresstart seit 2009

    Den aktuellen Erhebungen zufolge sind die Zahlen der Inlandspassagiere im vergangenen Jahr schon um 3,7 Prozent gesunken. Alleine die ersten Wochen des Jahres 2013 haben zudem einen Rückgang von 9,3 Prozent bei den Passagierzahlen mit sich gebracht, wie der Flughafenverband ADV bestätigt.

    Flüge ins Ausland sind dagegen weiterhin sehr beliebt. Im Langzeitvergleich von 2002 bis heute sind hier die Passagierzahlen um 65 Prozent angestiegen, im innerdeutschen Verkehr waren es im gleichen Zeitraum lediglich Steigerungen um 19 Prozent, die verzeichnet werden konnten. Auch in Zukunft dürfte sich an diesem Trend wenig ändern, weil eben die Konkurrenz, beispielsweise durch die Bahn, zu groß ist.

    Welche Gründe gibt es für das sinkende Interesse?

    Zunächst einmal sind zu Beginn des Jahres besonders viele Flugbewegungen ausgefallen, weil das Wetter so schlecht war. Vereiste Startbahnen, ständiges Schneetreiben und zusätzlich noch zahlreiche Streiks des Personals führten zu zahlreichen Ausfällen zu Beginn des Jahres.

    Auch ist es für die Passagieren inakzeptabel, dass sie weder Handy noch Laptop an Bord benutzen dürfen. Insbesondere auf Kurzstrecken ist es für die meisten Geschäftsleute nicht vertretbar auf Handy, Laptop und Co. zu verzichten. Schließlich wird die Zeit des Reisens gerne genutzt, um noch einige Aufgaben zu erledigen. Deshalb ist die Bahn, wo die Nutzung der elektronischen Begleiter erlaubt ist, eine Alternative und wird somit immer mehr zur Konkurrenz der Fluggesellschaften.

    Billigflüge – die Konkurrenz wächst

    Zahlreiche innerdeutsche Billigflüge, dank derer man schon für 99 Euro z.B. von Nürnberg nach Hamburg fliegen (inkl. Rückflug) kann, sind preislich gegenüber der Bahn noch im Vorteil. Hier kostet die gleiche Strecke, 2. Klasse, 252,00 Euro, allerdings mit der Bahncard 50 nur die Hälfte. Da der Zug aber in der Stadtmitte startet, der Flughafen weit außerhalb der Stadt liegt, muss für jede einzelne Strecke eine persönliche Preis- / Zeit- / Service-Rechnung erstellt werden.

    Seit Januar 2013 kommt mit den Fernbussen eine ganz neue Konkurrenz auf den Markt, die besonders auf der Kurzstrecke schnell Marktanteile gewinnen wird.

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