Erst absichern und dann ab in den Urlaub

    Aus Länder-Lexikon.de

    Grundsätzlich gilt: Wer Urlaub im Ausland verbringt, der sollte auf jeden Fall eine Reise- und Auslandskrankenversicherung abschließen und entsprechende Unterlagen natürlich auch mit sich führen. Denn ein solcher Versicherungsschutz übernimmt im Ernstfall sämtliche Behandlungskosten, für die die gesetzliche Kasse nur teilweise oder überhaupt nicht aufkommt - oftmals auch die Kosten für den teuren Rücktransport in die Heimat. Ohne eine Reise-Krankenversicherung zahlt der Patient außerhalb der EU beispielsweise grundsätzlich alle Behandlungskosten selbst.

    Auch innerhalb der EU

    Und je weiter man ins Ausland reist, umso größer ist die Gefahr medizinisch nicht gut versorgt zu werden, wie hierzulande üblich ist. Auch innerhalb der EU. Oft sind die Zustände in Krankenhäusern und Spitalen eine große Katastrophe aus hygienischer Sicht. Vorsichtmaßnahmen hinsichtlich des sterilen Arbeiten werden in vielen Fällen nicht befolgt, bzw. schlimmstenfalls im Vorfeld erst gar nicht erst berücksichtigt. Einige Krankenkassen bieten einen Auslandskrankenschein an, der wiederum für einige Länder nicht gilt, deshalb immer gründlich vorab gut informieren. Besonders für ältere Reisende ist eine umfangreiche Absicherung durch eine Auslandskrankenversicherung dringend ratsam.

    Zum Thema Kostenerstattung

    Unter denselben Voraussetzungen wie im Inland können generell auch Leistungen im EU-Ausland in Anspruch genommen werden. Eine Krankenhausbehandlung muss meist vorher beantragt werden. In Ländern wie Spanien und Italien gibt es sogar vor Ort Zweigstellen einzelner Krankenkassen, die die Abwicklung der Formalitäten übernehmen. Auf der spanischen Insel Mallorca zum Beispiel. Eben grundsätzlich dort, wo viele Deutsche Touristen sind.

    Serviceleistungen

    Vor Reiseantritt sollte man sich gründlich informieren beispielsweise welche Impfungen empfohlen werden, welche besonderen Gesundheitsrisiken am Zielort auftreten können. Ganz wichtig: Für Reiseländer, mit denen für die jeweiligen Krankenkassen kein Krankenversicherungsabkommen besteht oder in denen sie vom Gesetz her bestimmte Leistungen nicht erstatten dürfen, wird deshalb von vielen Experten dringend zu einer privaten Auslandskrankenversicherung geraten. Selbst Vorsorge treffen und rundum absichern ist immer besser, als hinterher mit hohen Kosten im Nacken zurückzukehren.

    Schlimmer noch: Oft werden durch Fehlbehandlungen die Krankheiten noch verschlimmert oder müssen hierzulande korrigiert und nach-operiert werden. Ein Teufelskreislauf auf Kosten der eigenen Gesundheit, den man sich schon im Vorfeld hätte ersparen können.

    Vorteile einer Auslandskrankenversicherung

    • Garantie für den Krankenrücktransport
    • Behandlung im Krankenhaus vor Ort als Privatpatient
    • Zügige Kostenerstattung für Arzt, Klinik und Operation
    • Je nach Tarif mit Zusatz-Leistungen wie Auslands-Unfallversicherung und Krankenhaustagegeld
    • Es gibt auch Auslandskrankenversicherung, die als Langzeitschutz für Reisen von mehr als 45 Tagen angeboten werden.


    Bei längerem Aufenthalt im Ausland

    Sei es aus beruflichen Gründen oder privat. Immer mehr Deutsche zieht es in Ausland. Auch hier sollten unbedingt vor dem Aufenthalt im Ausland alle Fragen zur richtigen Krankenversicherung geklärt werden.

    Beispiel: Sofern man nur bis zu zwölf Monaten wegen des Berufes ins Ausland geht, gilt weiter der deutsche Versicherungsschutz. Bei längeren Auslandsaufenthalten allerdings. sollten sich Arbeitnehmer über eine Anwartschaft bei der deutschen Krankenkasse informieren.

    Zwei Tipps am Rande:

    1. Bei Krankheit zahlt eine Reiserücktrittsversicherung meist nicht, wenn eine Vorerkrankung vorliegt. Wer gesundheitliche Probleme hat, muss Angebote genau vergleichen und auf das Kleingedruckte achten.
    2. Sparen sie sich die Reise-Haftpflicht-Versicherung. Eine private Haftpflicht gilt in der Regel auch automatisch im Ausland. Das Gleiche gilt übrigens auch ebenfalls für die Reise-Unfallversicherung.