Griechenland (Wirtschaft)

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Die Wirtschaft des EU-Landes ist durch stabile Wachstumsraten (2007: 4,1 %) und fortschreitende Modernisierung (Entbürokratisierung, Entstaatlichungen, Umgestaltung der sozialen Sicherungssysteme) geprägt. Die früher hohe Inflationsrate konnte erfolgreich gesenkt werden (2007: 2,7 %), ebenso wie die Arbeitslosenquote, die aber mit 8,3 % (2007) immer noch zu hoch ist.

Fast ein Viertel der Landesfläche Griechenlands wird agrarisch genutzt, sowohl für den Eigenbedarf der Bevölkerung als auch für den Export (Nahrungs- und Genussmittel machen rund ein Viertel des Exportvolumens aus). Hauptanbauprodukte sind Wein, Weizen und Oliven. Während Olivenhaine im ganzen Land verteilt sind, wird der Weizen überwiegend in den Beckenlandschaften Thessaliens, Makedoniens, Thrakiens und Böotiens angebaut. Die bedeutendsten Weinanbaugebiete liegen im mittleren Teil Griechenlands und auf den griechischen Inseln. Weitere Anbauprodukte sind Baumwolle, Tabak, Zuckerrüben und Obst (Pfirsiche, Nektarinen, Zitrusfrüchte). In den Bergregionen überwiegt die Viehhaltung, im Süden des Landes werden vor allem Ziegen und Schafe gehalten, im Norden Rinder, im ganzen Land Schweine und Geflügel. Durch Überfischung und die Folgen der Umweltverschmutzung sind die Fischbestände im Mittelmeer stark zurückgegangen, so dass Meeresfrüchte importiert werden müssen.

Der Dienstleistungssektor erwirtschaftet rund drei Viertel des Bruttoinlandprodukts (davon ca. ein Fünftel durch den Fremdenverkehr, v.a. in der Küstenregion und auf den Inseln), der Industriebereich ein Fünftel. Die Industrie in Griechenland ist nur mäßig entwickelt, vor allem in der Nahrungs- und Genussmittelindustrie handelt es sich meist um kleinere und mittlere Betriebe. An Bodenschätzen sind vor allem Braunkohle, Bauxit und Eisenerz von Bedeutung. In der Ägäis werden seit 1981 Erdölvorkommen ausgebeutet. Erze und Bauxit werden im Land in entsprechenden Betrieben weiterverarbeitet. Eine Rolle spielen auch die chemische Industrie und der Schiffsbau. Der Energiebedarf des Landes wird überwiegend durch Stein- und Braunkohle und durch Erdöl gedeckt, Kernkraftwerke gibt es nicht. Bedeutendstes Industriezentrum ist der Großraum Athen, gefolgt von Saloniki und Patras.

Die wichtigsten Handelspartner sind die EU-Länder mit Deutschland an der Spitze, mit denen über die Hälfte des gesamten Exports und Imports abgewickelt werden.

Währung ist der Euro (= 100 Cent).


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