Großbritannien und Nordirland (Philosophie)
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Im Mittelalter tritt besonders in der Oxforder Franziskanerschule der Gegensatz zwischen Realismus (Roger Bacon) und Empirismus zu Tage. Vorherrschende philosophische Richtung des Spätmittelalters ist der Nominalismus W. v. Ockhams. Die Naturrechtslehre Hookers und die Wissenschaftslehre Francis Bacons, die den entscheidenden Anstoß für die mathematisch-naturwissenschaftlichen Methode gab und starken Einfluss auf die kontinentalen Schulen ausübte, bilden den Übergang zur neuzeitlichen Philosophie. Im 17. und 18. Jahrhundert steht in der englischen Philosophie die politische Theorie auf der Grundlage des Empirismus (Thomas Hobbes, John Locke, David Hume) im Vordergrund. Die empiristische Tradition wird von J. Bentham und John Stewart Mill im 19. Jh. fortgeführt. Mit Beginn des 20. Jh.s wird die Neubegründung des Realismus im Sinne einer evolutionistischen Metaphysik unter anderem. von A. N. Whitehead vollzogen. In der gegenwärtigen englischen Philosophie herrschen Empirismus, logischer Positivismus (Russell) und analytische Philosophie (A. J. Ayer) vor.