Habana

Aus Länder-Lexikon.de

auch: Havanna;

Hauptstadt der Republik Kuba, an der Nordküste Kubas gelegen. Habana hat ungefähr 2,21 Millionen Einwohner.

Sie besitzt eine Universität, eine Akademie der Wissenschaften, zahlreiche Museen und Theater. Die Stadt lebt vom Export von Zucker, Tabak ("Havannazigarren") und Früchten, der über den natürlichen Hafen erfolgt. In Habana und Umgebung wird etwa ein Drittel der kubanischen Industrieproduktion (Maschinen- und Schiffbau, Tabak-, Nahrungsmittel- und chemische Industrie) erwirtschaftet.

Kunst und Kultur

Der Hafen Habanas ist durch zwei alte Festungen aus der spanischen Kolonialzeit auf beiden Seiten der Einfahrt geschützt. Die historische Altstadt wird durch verschlungene Gassen und historische Gebäude geprägt. Sehenswert ist das Castillo de la Real Fuerza, der ehemalige Sitz der spanischen Gouverneure. Die Festung wurde ebenso wie die Kirche San Francisco im 16. Jh. gebaut. Aus dem 17. Jh. stammt das Kloster Santa Clara. Besonders imposante Gebäude sind der Präsidentenpalast und das Kapitol. Die meisten Kirchen und Sakralbauten sind nach der Machtübernahme durch Fidel Castro säkularisiert worden. In ihnen befinden sich heute öffentliche Einrichtungen.

Geschichte

1515-1519 erfolgte die Gründung durch die Spanier (Diego de Velázquez). Die Hafenstadt wurde schnell zum wichtigsten Stützpunkt der Spanier in Amerika. Habana war für die Spanier so wichtig, dass sie die Stadt nach der Eroberung durch die Engländer 1762 gegen Gebiete in Nordamerika (Florida) zurücktauschten. Nach dem Spanisch-Amerikanischen Krieg übernahmen die Amerikaner die Stadt Ende des 19. Jh.s. Habana wurde Hauptstadt der 1902 gegründeten Republik Kuba.