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    Reisemöglichkeiten

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    Wer an den Indian Summer denkt, der hat vermutlich zumeist die Staaten an der Küste Neuenglands im Kopf. Dabei beginnt die so genannte Foliage, verbunden mit einigen warmen Tagen, viel weiter westlich, nämlich in Alaska und Kanada. Anschließend schreitet das Naturphänomen Richtung Südosten voran und erreicht seinen Höhepunkt im Oktober in den US-Bundesstaaten Maine, New Hampshire, Vermont, Massachusetts, Rhode Island und Connecticut.

    Die Verfärbung der Blätter ist dabei jedoch von Region zu Region unterschiedlich. Die meisten Leute behaupten, dass man den schönsten Indian Summer in Vermont erleben kann, weil sich die Wälder dort angeblich am intensivsten und vielfältigsten färben. Wer im Oktober also die Green Mountains in Vermont besucht, kann im Grunde nichts falsch machen, es sei denn, er sucht die vollkommene Abgeschiedenheit. Denn in diesen Tagen werden selbst sonst eher einsame und bevölkerungsarme Gebiete zu Touristenhochburgen.

    Auch die anderen Staaten Neuenglands laden zu ausgedehnten Wander- oder Kanutouren ein. In Maine lohnt sich ein Besuch des Camden Hills State Park oder auch des Baxter State Park. Ebenso imposant ist das Farbenschauspiel in den White Mountains in New Hampshire, wobei das Wetter dort deutlich rauer ist als in den Green Mountains im Nachbarstaat Vermont. Auch die Gegend um die Kleinstadt Kingston in Rhode Island soll einen schönen Indian Summer garantieren. In Connecticut schließlich ist im Oktober die dreistündige Fahrt mit der Dampfeisenbahn Valley Railroad von Essex nach Chester zu empfehlen, zurück geht es dann mit dem Dampfschiff über den Connecticut River.