Indien (Politisches System)
Aus Länder-Lexikon.de
Die Republik Indien ist eine parlamentarische Demokratie mit einer Verfassung aus dem Jahr 1950 (mehrere Änderungen).
Staatsoberhaupt ist der Präsident (seit Juli 2007 Pratibha Patil). Er wird für fünf Jahre gewählt von einem Wahlgremium, das sich aus Mitgliedern des Parlaments zusammensetzt.
Regierungschef ist der Premierminister (seit Mai 2004 Manmohan Singh). Er spricht Empfehlungen für Minister aus, die offiziell vom Staatspräsidenten ernannt werden. Der Premierminister wird von den Vertretern der stärksten Partei im Unterhaus des Parlaments (Lok Sabha) gewählt.
Das Zwei-Kammern-Parlament (Sansad) besteht aus der Ländervertretung oder Oberhaus (Rajya Sabha) mit maximal 250 Mitgliedern und dem Unterhaus (Lok Sabha), das 545 Sitze hat. Die Mitglieder des Oberhauses werden für sechs Jahre indirekt gewählt; bis zu 12 Mitglieder können aber auch vom Präsidenten ernannt werden. Die Abgeordneten des Unterhauses haben eine Wahlperiode von fünf Jahren (zwei werden vom Präsidenten ernannt). Wahlberechtigt sind Staatsbürger ab 18 Jahren.
Indien ist in 28 Bundesstaaten und sieben Unionsterritorien (v.a. Inselterritorien) unterteilt.