Indonesien (Flora und Fauna)
Aus Länder-Lexikon.de
Rund ein Viertel der Inseln ist vulkanischen Ursprungs und verfügt über sehr fruchtbare Böden. Sumpfige Tiefebenen mit zahlreichen Gewässern und dichtem Mangrovenbewuchs finden sich vor allem in Südborneo und Ostsumatra. Große Teile der Inseln sind mit Wäldern (tropischer Regenwald) bedeckt, die durch Abholzung und durch verheerende Waldbrände (z.B. 1997 und 1999) bereits stark dezimiert wurden. Auf den kleineren Inseln im Osten finden sich Savannen und Steppen.
In Indonesien findet sich eine große Artenvielfalt, deren Ursprünge sich in Asien und in Australien (Beuteltiere wie z.B. der Sulawesi-Koala) finden. Der britische Zoologe Alfred Wallace teilte im 19. Jahrhundert die Tiere des Malaiischen Archipels durch die so genannte Wallace-Linie zwischen Bali und Lombok in ein asiatisches und ein australisches Reich. Viele der Tierarten sind endemisch, das bedeutet, sie kommen weltweit nur in dieser Region vor. So zum Beispiel das Sumatra-Nashorn, der Sumatra-Elefant (beide Arten vom Aussterben bedroht) oder die Kobold-Makis auf Sulawesi. Eine endemische Tierart ist auch der Komodo-Waran, eine bis zu 3 m lange und 250 kg schwere Echsenart, die nur auf der Insel Komodo und den direkt benachbarten Inseln vorkommt. Tierarten wie die Hammerhühner nutzen die nicht erloschenen Vulkane, indem sie ihre Eier in die heiße Vulkanasche vergraben und dort ausbrüten lassen. Einzigartig ist auf Indonesien auch die Vogelwelt: Rund 1 480 Arten wurden gezählt (unter ihnen z.B. die farbenprächtigen Paradiesvögel), das entspricht 16 % aller Vogelarten weltweit.