Indonesien (Wirtschaft)
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Indonesien hat sich in den vergangenen Jahren stark dem internationalen Handel geöffnet und weite Bereiche seiner Wirtschaft liberalisiert. Lediglich die Energiewirtschaft ist weiterhin reine Staatsdomäne. So konnten die Folgen der asiatischen Wirtschaftskrise 1997/98 relativ rasch überwunden werden. 2007 betrug das Wirtschaftswachstum entsprechend hohe 6,3 %. Durch die steigenden Verbraucherpreise schwächte sich das Wachstum 2008 allerdings ab. Die Bevölkerung leidet vor allem unter dem rasanten Anstieg der Nahrungsmittelpreise.
Fast die Hälfte der Erwerbstätigen in Indonesien sind in der Landwirtschaft beschäftigt. Hauptnahrungsmittel ist Reis, der vor allem auf Java angebaut wird, wo durch das günstige Klima drei Ernten im Jahr möglich sind. Des Weiteren werden Getreide, Soja, Gewürze, Erdnüsse, Kautschuk, Tee und Kaffee angebaut. Die steigende Nachfrage nach Holz und der Anbau von Ölpalmen zur Gewinnung von Biotreibstoff sind Ursachen für die fortgesetzte Abholzung und Brandrodung.
Auch die Industriebetriebe sind überwiegend auf Java angesiedelt. Wichtigster Industriezweig ist die Nahrungs- und Genussmittelindustrie, gefolgt von Textil-, Kunstdünger-, Holz-, Papier-, Reifen- und Lederindustrie. Indonesien ist reich an Bodenschätzen. Abgebaut werden unter anderem Zinn, Nickel, Bauxit, Kupfer und Erze. Erdöl und Erdgas (auf Sumatra, Borneo und Java) decken den Energiebedarf und bringen wichtige Exporteinnahmen. Ausgeführt werden die Waren vorrangig nach Japan, in die USA, nach China und Singapur. Die Importe - Maschinen, chemische Erzeugnisse, Kraftstoffe und Nahrungsmittel - stammen ebenfalls weitgehend aus Japan, China, Singapur sowie Thailand. 2002 trat das Freihandelsabkommen der ASEAN in Kraft.
Indonesien verfügt über drei internationale Flughäfen (Java, Bali, Sumatra), ein gut ausgebautes Straßennetz gibt es nur auf Java und teilweise auf Bali. Hauptverkehrsmittel zwischen den Inseln sind Schiffe. Regionale Konflikte gefährden die Tourismusbranche als wichtigen Wirtschaftsfaktor.
Währung ist die Rupiah (= 100 Sen).