Iran (Politisches System)
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Laut Verfassung vom Dezember 1979 (ergänzt durch ein Referendum im Juli 1989) ist der Iran eine Islamische Republik: Alle sozialen, wirtschaftlichen und politischen Angelegenheiten müssen in der Ethik der Staatsreligion, des schiitischen Islams, begründet sein. Laut Verfassung ist der von einem Expertenrat gewählte religiöse Führer (Ajatollah), der auch Revolutionsführer genannt wird, die höchste Autorität im Land (seit 1989 Ali Khamenei).
Der Staatspräsident wird ebenso wie die 290 Mitglieder des Parlaments für jeweils vier Jahre frei gewählt (seit 2005 Mahmud Ahmadi-Nedschad). Er muss vom Parlament (Madschlis) bestätigt werden, ebenso die von ihm vorgeschlagenen Minister. Auch der religiöse Führer besitzt ein Vetorecht hinsichtlich der Besetzung der Führungsposten in den wichtigsten Ministerien.
Die Gesetzgebung liegt bei der Nationalversammlung (Majles-e-Shura-ye-Eslami), ist jedoch abhängig von der Zustimmung eines so genannten Wächterrates, der aus sechs vom Revolutionsführer ernannten islamischen Rechtsgelehrten und aus sechs vom Parlament gewählten Juristen besteht. Alle Gesetze müssen mit dem islamischen Recht, der Scharia, konform sein. Parteien sind erst seit kurzem zugelassen, so dass sie im politischen Geschehen noch keine große Rolle spielen. So stellt die reformorientierte "Zweite Khordad-Front" als Koalition sowohl Parteien (u.a. die Islamisch-Iranische Beteiligung, IIPF; Islamische Arbeiterpartei; Solidaritäts-Partei) als auch die traditionellen Interessenverbände. Bei den Wahlen 2005 verzeichnete eine neu gebildete konservative Partei (Erbauer eines islamischen Iran) große Erfolge.
Die höchste Rechtsinstitution ist aufgespalten in drei Gerichte: für religiöse, revolutionäre und Verwaltungsfragen.
Der Iran ist in 28 Provinzen (ostanha) untergliedert.