Israel (Flora und Fauna)
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Die Vegetation Israels reicht von Wüstenflora bis zu mediterran anmutenden Pflanzengemeinschaften. Wüstengebiete, asiatische Steppe und Mittelmeerflora geben etwa 2 500 Pflanzenarten Raum. Die Mehrzahl davon sind so genannte Xerophyten: Trockenpflanzen, die durch unterschiedlichste Methoden in der Lage sind, auch lange Trockenzeiten zu überdauern. Die Geröllwüste Negev im Süden nimmt etwa 60 % des israelischen Staatsgebietes ein. Hervorzuheben ist im Norden des Negev die Beer-Sheva-Region, die auf Grund eines bis zu 30 m dicken Lössuntergrundes sehr fruchtbar ist. Hier herrscht eine niedrige Buschvegetation vor. Mehr als 200 Millionen Bäume sind in Israel seit 1948 gepflanzt worden, natürliche Waldflächen wurden mit Laub und Nadelbäumen (Pinien, Zedern, Datteln, Eukalypten, Akazien und Tamarisken) aufgeforstet. Waldgebiete machen heute dennoch nur ca. 6 % der Gesamtfläche des Landes aus. Ein besonders gelungenes Beispiel für diese Aufforstungen ist das Naturschutzgebiet auf dem Har Karmel, einem Gebirgszug im Norden Israels, der bis zur Mittelmeerküste an die Bucht von Haifa reicht. Hier konnte der Baumbestand wieder auf eine Fläche von 116 000 ha heranwachsen. Wirtschaftlich wertvolle Pflanzen - Zitrusfrüchte, Bananen, Baumwolle, Tabak, Weintrauben, Datteln, Feigen, Oliven, Pflaumen und Mandeln - werden vor allem in der fruchtbaren Küstenregion angebaut.
Die Tierwelt Israels umfasst ungefähr 100 Säugetier- und 400 Vogelarten. Heimisch sind u.a. Otter, Wolf, Schakal, Hyäne, Gazelle, Stachelschweine und Igel. Einige Tierarten, die in Israel als ausgestorben galten, wurden erfolgreich wieder eingeführt, dazu gehören z.B. der Asiatische Wildesel und eine spezielle Hirschart. In der artenreichen Vogelwelt finden sich sonst nur sehr selten vorkommende Arten wie der Rotflügelgimpel und der Zederngirlitz. Immer wieder kommt es zu Heuschreckenepedemien, obwohl die Tiere in Israel selbst kaum vorkommen.