Israel (Wirtschaft)

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Trotz ungünstiger Voraussetzungen für eine positive wirtschaftliche Entwicklung wie etwa Wassermangel, Kriege und Rohstoffknappheit hat sich der Staat Israel in den gut 50 Jahren seiner Existenz zu einem modernen Industriestaat mit hoch effizienter Landwirtschaft entwickelt. Das Wirtschaftswachstum betrug 2004 3,9 %, es gab keine Inflation, lediglich die Arbeitslosigkeit stellt mit 10,7 % der Bevölkerung ein Problem dar.

Trotz der schwierigen Wasserversorgung deckt die Landwirtschaft drei Viertel des Eigenbedarfs und erwirtschaftet etwa 20 % der Exporterlöse. Hauptanbaupflanzen sind Zitrusfrüchte, Oliven, Baumwolle und Tabak. Aber auch Getreide, Gemüse und Kartoffeln sowie Erdnüsse und Sesam werden kultiviert. Der Anbau konzentriert sich primär auf die Küstenebene sowie auf die nördlichen Landesteile. Der Großteil des notwendigen Wassers (die Landwirtschaft verbraucht 85 % der verfügbaren Menge) wird aus dem See von Genezareth gewonnen. Neben dem Pflanzenanbau gibt es auch Milchwirtschaft und Geflügelzucht. Etwa 90 % der jüdischen Landwirte arbeiten nicht selbstständig, sondern in so genannten Kibbuzim (Kollektivsiedlungen) oder Moshavim (Kooperativen).

Salz, Kupfererze und Malachit werden im Land abgebaut. Im industriellen Bereich überwiegt die Baustoff-, die elektrotechnische und feinmechanische Industrie sowie das chemische und Metall verarbeitende Gewerbe. Besonders hervorzuheben sind rund 650 Diamantenschleifereien, in denen etwa die Hälfte aller Rohdiamanten weltweit weiterverarbeitet werden. Zentraler Exportpartner Israels sind mit einem Drittel des Umfangs die Vereinigten Staaten, gefolgt von Belgien; der Import stammt zu 15 % aus den USA und einem großen Teil aus den Staaten der EU.

Die wichtigsten Häfen sind Elat am Roten Meer und Haifa und Ashdod am Mittelmeer. Der internationale Flughafen Ben Gurion befindet sich nahe Tel Aviv.

Währung ist der Neue Israelische Schekel (= 100 Agorot).


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