Japan (Bevölkerung)
Aus Länder-Lexikon.de
Mit einer Bevölkerung von rund 127,42 Millionen Einwohnern liegt Japan auf Platz acht im weltweiten Vergleich der Länder. Die Bevölkerungsdichte wird mit durchschnittlich 337 Einwohner pro Quadratkilometer angegeben, liegt aber eigentlich höher, da große Teile des Staatsgebietes (vor allem die Gebirgsregionen) nicht bewohnbar sind. Fast 80 % aller Japaner leben in städtischen Gebieten, vier von fünf leben auf der Insel Honschu. Größte Stadt ist die Hauptstadt Tokio mit 11,85 Millionen Menschen, wenn man die Vororte dazurechnet. Weitere große Städte sind Yokohama (3,43 Millionen), Osaka (2,60 Millionen), Nagoya (2,17 Millionen), Sapporo (1,82 Millionen) und Kyoto und Kobe, die beide an die 1,5 Millionen Einwohner haben.
Fast 99 % der Gesamtbevölkerung sind Japaner. Südkoreaner, Chinesen und Brasilianer bilden kleine Minderheiten. Das Volk der Ainu, die vor allem auf der Insel Hokkaido leben, ist die einzige einheimische Minderheit, deren genauer Ursprung nicht geklärt ist.
Amtssprache ist Japanisch, das in vielen Dialekten gesprochen wird. Geschrieben besteht die Sprache aus Wort- und Silbenschriftzeichen. Die Alphabetisierungsquote liegt bei 99 %. Das Bildungs- und Gesundheitssystem ist in Japan sehr gut ausgebaut (die Lebenserwartung für Frauen liegt bei 85, für Männer bei 78 Jahren).
Die meisten Japaner (rund 80 %) sind Anhänger mehrerer Religionen. Der Shintoismus, in dem Naturgottheiten verehrt werden und ein starker Ahnenkult herrscht, war bis 1945 Staatsreligion und hat heute noch die meisten Anhänger (über 40 %). Diese Religion weist bis zu 200 verschiedene Ausprägungen auf. Ebenso vielfältig ist in Japan der Buddhismus, dem ebenfalls rund 40 % der Japaner anhängen. Christen sind mit knapp 0,7 % eine kleine Minderheit.
Das Bevölkerungswachstum liegt bei Null. Das Bildungsniveau ist sehr hoch; die Schulpflicht umfasst eine sechsjährige Grund- und eine dreijährige Mittelschule. Die Universitäten sind zu drei Vierteln privatisiert.