Kanada (Wirtschaft)

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Dank der liberalen und hoch technologisierten Wirtschaftsstruktur entwickelte sich Kanada von einem Agrarland zu einem der reichsten Länder der Erde. Der nordamerikanische Staat konnte in den vergangenen acht Jahren die besten Wachstumsquoten unter den G-8-Staaten verzeichnen. Das Land verfügt über reiche Bodenschätze, äußerst fruchtbare Böden und einen sehr hohen Bildungsgrad seiner als multikulturell einzustufenden Bevölkerung. Das Wirtschaftswachstum betrug 2007 2,8 %, die Arbeitslosigkeit liegt auf dem historischen Tiefststand von 5,3 %. Der aus der Immobilienkrise in den USA resultierenden weltweiten Finanzkrise 2007/2008, die sich auch auf die Realwirtschaft auswirkt, begegnete die Regierung Harper unter anderem mit einem Programm zur Steuersenkung, das Kanada den niedrigsten Unternehmenssteuersatz aller Industrienationen bringen soll.

Der Agrarsektor trägt zum kanadischen BIP nur noch 2,3 % bei, allerdings arbeiten hier auch lediglich 2,7 % der Bevölkerung. Kanada ist vor allem ein Weizenproduzent; die Provinzen Manitoba, Alberta und Sasketchewan zählen zu den größten Anbaugebieten weltweit. Darüber hinaus werden Tabak, Raps, Kartoffeln, Sojabohnen, Obst und Gemüse angebaut. Kanada besitzt einen großen Bestand an Milchvieh. In Pelzfarmen werden Nerze, Biber und Füchse gezüchtet; der Fischfang trägt mit großen Mengen an Thunfisch, Hummer und Kabeljau zu den Exportgewinnen bei. Auf Grund der weitläufigen Waldflächen, die über 45 % der Staatsfläche bedecken, ist die Forstwirtschaft ein bedeutender Faktor.

Kanada hat umfangreiche Rohstoffvorkommen u.a. an Erdöl, Erdgas, Kalisalzen und Ölsanden, Uran, Zink, Gold, Silber und Kobalt und ist weltgrößter Erzeuger von Strom aus Wasserkraft. In den vergangenen Jahren entwickelte sich der Staat außerdem zum drittgrößten Förderer von Erdgas und zur Nummer zehn in der Erdölförderung weltweit. Außerdem gibt es Industrieanlagen zur Lebensmittel-, Holz- sowie Rohöl- und Mineralverarbeitung. Die Exporte, die auch Kraftfahrzeuge, Industriemaschinen und Produkte des IT-Bereichs umfassen, werden zu fast vier Fünftel in die benachbarten USA geliefert. Von dort kauft Kanada auch über die Hälfte der Maschinen und Fahrzeuge, des Stroms und der Konsumgüter, die es benötigt. Zweitgrößter Handelspartner im Import ist mit einem knappen Zehntel China.

Währung ist der Kanadische Dollar (= 100 Cents).


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