Kolumbien (Flora und Fauna)

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Schon der deutsche Forscher Alexander von Humboldt war von der Pflanzenvielfalt Kolumbiens beeindruckt. Das pazifische Küstenland und der Süden des östlichen Tieflands ist von tropischem Regenwald bedeckt. Hier wachsen u.a. zahlreiche Lianen und Moose sowie Epiphytenarten, die auch Aufsitzer genannt werden. Ananasgewächse, Farne und Orchideen zählen zu dieser Pflanzenart. Der Nordteil des östlichen Tieflands besteht aus Grasland und Savanne. Die Gebirgshänge sind mit Bergwald bewachsen, der ab einer Höhe von 2 800 m in Nebelwald übergeht. Oberhalb der Waldgrenze folgen so genannte Páramos-Regionen, eine Vegetationsform, die mit büscheligen Gräsern, Polsterpflanzen und Rosetten- sowie Wollkerzengewächsen einhergeht. Diese Pflanzen sind vielfach feuerresistent und haben sich an die niedrigen Temperaturen bei hoher Luftfeuchtigkeit bestens angepasst. Die Hochbecken der Anden sind in Kulturland umgewandelt worden, das karibische Tiefland zeigt Sukkulentenbewuchs und Dornstrauchsavanne sowie Mangrovensümpfe an den Küsten.

In den Regenwäldern Kolumbiens sind Pumas und Jaguare, Faultiere und Gürteltiere, Ameisenbären und mehrere Affenarten, Tapire, Wasch- und Brillenbären heimisch. Unter den Reptilien sind vor allem die zahlreichen Schlangenarten, aber auch Alligatoren, Kaimane, Schildkröten und Echsen hervorzuheben. Außergewöhnlich sind Regenwürmer, die eine Länge von bis zu 1,5 m erreichen können. Die Hochebenen sind Heimat für über 1 500 verschiedene Vogelarten, darunter Tukane, die auch Pfefferfresser genannt werden. Die Flüsse des Landes werden von zahlreichen Süßwasserfische bevölkert, zum Beispiel von Aalen und Welsen.


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