Lima

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Die Hauptstadt der südamerikanischen Republik Peru ist mit ca. 7,6 Millionen Einwohnern die mit Abstand größte Stadt des Landes. In der Metropolregion Lima (Área Metropolitana de Lima) leben knapp 8,5 Millionen Menschen, sie umfasst Lima und die Hafenstadt Callao. Die Stadt ist an der Pazifikküste gelegen, am Fuß der zentralperuanischen Anden. Der Río Rímac versorgt sie mit Wasser sowie durch Wasserkraftwerke mit einem Großteil der benötigten Elektrizität.

Lima ist ein bedeutender Verkehrsknotenpunkt sowie das wichtigste Wirtschafts- und Kulturzentrum von Peru mit zahlreichen Universitäten, Hochschulen, Museen und Baudenkmälern. Die bedeutendsten Wirtschaftszweige sind die Textil- und Bekleidungsindustrie sowie Nahrungs- und Genussmittel verarbeitende Industrien. Außerdem werden Chemikalien, Fahrzeuge, Fisch- und Erdölprodukte sowie Lederwaren hergestellt. Limas Hafen in Callao ist einer der bedeutendsten Fischerei- und Handelshäfen Südamerikas, hier werden drei Viertel der Ein- und Ausfuhren Perus umgeschlagen. Lima ist Sitz fast aller großen nationalen Konzerne, Banken und Versicherungen sowie der Börse von Peru. Der internationale Flughafen von Lima ist der Aeropuerto Internacional Jorge Chávez. Die Altstadt von Lima wurde 1991 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt.

Kunst und Kultur

Perus Hauptstadt Lima

Der wichtigste Platz der Stadt ist die Plaza de Armas. Dort befinden sich der Präsidentenpalast (1938), das Rathaus und die Kathedrale (erbaut zwischen 1535 und 1625, nach 1746 teilweise restauriert; in einem Glassarg liegt angeblich der Gründer von Lima, Francisco Pizarro). In der Nähe befindet sich die Kirche von San Francisco, die als besterbauter architektonischer Komplex in Lateinamerika gilt, außerdem die Kirche Santo Domingo. Neben der Kirche Santo Domingo befindet sich der Konvent des Dominikanerklosters. Den vergangenen Glanz des Vizekönigreichs Peru spiegeln die Häuser Limas wie zum Beispiel das Haus Aliaga oder das Haus Goyoneche wider.

Man findet in der Stadt auch Erbstücke der vorspanischen Zeit, die an den Ufern des Flusses Rimac und an der Pazifikküste liegen; das wichtigste ist das große Heiligtum von Pachacámac.

Im modernen Viertel Miraflores mit seinen Parkanlagen und Gärten wurde das Einkaufszentrum Larcomar direkt in die Klippen gebaut. Hier kann man die Costa Verde entlangschlendern.

Bedeutende Museen sind der archäologische Komplex Huaca Pucllana, das Museum für Kunst und Volkskulturen, das archäologische Museum Josefina Ramos de Cox, das archäologische Museum Rafael Larco Herrera und das Museum für Archäologie und Anthropologie der Universität San Marcos. Eine Museumsstraßenbahn befährt einen Teil der Avenida Pedro Osma im alternativ-liberalen Stadtbezirk Barranco.

Geschichte

Die Stadt wurde 1535 vom spanischen Konquistador Francisco Pizarro gegründet. Er wählte den Platz aufgrund von strategischen Erwägungen. 1542 gründeten die spanischen Eroberer das Vizekönigreich Peru und machten Lima zu dessen Hauptstadt. Lima entwickelte sich nun zu einem kulturellen und wirtschaftlichen Zentrum. Im Unabhängigkeitskampf der Peruaner spielte Lima eine bedeutende Rolle. Hier rief der Revolutionär José de San Martin 1821 die unabhängige Republik Peru aus.

Wiederholt kam es zu schweren Erdbeben, u. a. 1687, 1746 und 1940.