Mexiko (Kunst)

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Die mexikanische Kunst formte ihren eigenen Charakter im 20. Jh., v.a. infolge der Revolution 1910 bis 17; sie erlangte nach dem Zweiten Weltkrieg durch Bauten internationalen Stils Weltgeltung. Eine Synthese zwischen Architektur und bildenden Künsten - Freude an Materialkombinationen verbunden mit einer naiven wilden Farbigkeit (Tradition des Churriguerismus) großer Wandgemälde - macht ein wesentliches Merkmal mexikanischer Kunst aus. Bedeutende Bauten sind v.a. in Mexico City: Universitätsstadt (1950 bis 53, M. Pani, E. del Moral) unter anderem mit Bibliothek (J. O'Gorman), Stadion (A.P. Palacios u.a.), Pavillon zur Erforschung kosmischer Strahlen (J.G. Reyna, F. Candela); Bauten zu den Olympischen Spielen von 1968 mit Aztekenstadion (P. Ramírez-Vázquez u.a.) und dem Sportpalast (F. Candela u.a.).

In der bildenden Kunst wurde ein nationaler Stil hauptsächlich durch S. Herràn (1887-1918) mit seinen monumentalen Bildern zu mexikanischen Themen, durch den Grafiker J.G. Posada und auch durch den Landschaftsmaler G. Murillo herausgebildet. Die Prinzipien der neuen Kunst Mexikos (im Sinne gesellschaftspolitischen Engagements der Muralisten) wurden am prägnantesten in den Werken (monumentale Wandmalerei, Grafik und Plastik) J.C. Orozcos, D. Riveras, D. Alfaro Siqueiros zum Ausdruck gebracht.


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