Neuseeland (Wirtschaft)

Aus Länder-Lexikon

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Neuseelands Wirtschaft erfuhr in den letzten Jahren einen enormen Aufschwung. Das Land war seit den 1980er Jahren vom Agrarstaat zum westlich orientierten, liberalen und exportorientierten Industriestaat umgewandelt worden. Das Pro-Kopf-Einkommen stieg inzwischen auf rund 26 200 US-Dollar pro Jahr (2006). Die Arbeitslosenquote ist mit 3,8 % (2006) gering.

Die Sektoren der Wirtschaft teilen sich wie folgt auf: 68 % des Bruttoinlandsprodukts fallen auf den Bereich der Dienstleistungen, 30 % auf die Industrie. Die Landwirtschaft beschäftigt nur noch ein Zehntel der Bevölkerung und trägt kaum noch zum BIP (außer über den Export) bei. Vor allem für den Eigenbedarf werden Gerste und Weizen, Kartoffeln, Gemüse und Obst angebaut. Wichtigste Exportgüter sind Fleisch, Molkereierzeugnisse, Obst (vor allem Kiwis) und Holz sowie Maschinen, wichtigste Einfuhrgüter Maschinen, Fahrzeuge, Erdöl und Konsumgüter. Wichtigste Außenhandelspartner sind Australien, die USA, Japan und China.

Etwa drei Viertel der benötigten Energie werden durch Wasserkraftwerke erzeugt. Eine direkte Stromverbindung zwischen den zwei Inseln erlaubt zudem den Export von Strom vom Südteil des Staates zum stärker industrialisierten und dichter bevölkerten Nordteil. Vier Prozent der Energie kommen aus geothermischen Quellen. An Bodenschätzen weist das Land reichhaltige Vorkommen auf wie zum Beispiel Eisenerz, Gold und Erdgas.

Der Dienstleistungssektor ist sehr stark entwickelt; ebenso die verarbeitende Industrie, wobei hier der Schwerpunkt auf der Nahrungsmittelindustrie liegt. Eine zunehmend wichtige Rolle spielt der Tourismus.

Wichtigste Überseehäfen des Landes sind auf der Nordinsel Auckland und Wellington, an der Ostküste der Südinsel Lyttelton. Internationale Flughäfen befinden sich in Christchurch, Wellington und Auckland.

Währung ist der neuseeländische Dollar.


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