Nordamerika

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    Als Nordamerika bezeichnet man den nördlichen Teil des amerikanischen Kontinents zwischen Nordpolarmeer und der Tehuantepec-Landenge und zwischen Pazifik und Atlantik. Hinsichtlich der Südgrenze Nordamerikas gibt es unterschiedliche Auffassungen. Nordamerika wird häufig auch als eigener Kontinent betrachtet.

    Geographie

    Die Rocky Mountains in Alberta, Kanada

    Auf der Westseite des Kontinents finden sich die Gebirgsketten der Kordilleren. Es handelt sich um geologisch relativ junge Faltengebirge. Das mächtigste dieser Gebirge sind die Rocky Mountains. Die Gebirgszüge der Kordilleren erstrecken sich bis nach Alaska. Im westlichen Nordamerika erheben sich die Appalachen. Zwischen den Gebirgen erstrecken sich weite, ausgedehnte Ebenen (z.B. die Prärien des Westens). In Nordamerika gibt es noch aktive Vulkane (Mount Saint Helens). Die Westküste des Kontinents wird manchmal von Erdbeben erschüttert, weil hier die Grenze zwischen zwei tektonischen Platten der Erdkruste verläuft. Die Bewegungen der Platten verursachen die Erdbeben (Plattentektonik).

    Klima und Vegetation

    Bizarre Landschaft im amerikanischen Yellowstone Park

    In Nordamerika gibt es viele verschiedene Klimaverhältnisse. Im äußersten Norden herrschen polare Bedingungen. Im Süden Mexikos und in Florida finden sich tropische Verhältnisse. Im Inneren des Kontinents herrscht weitgehend kontinentales Klima (harte Winter, heiße Sommer). Nordamerika wird sowohl im Binnenland als auch an der Küste häufig von heftigen Wirbelstürmen heimgesucht, die verheerende Schäden anrichten können.

    Die Vegetation und die Tierwelt entsprechen den jeweiligen Klimazonen. So finden sich im äußersten Norden Eisbären und Rentiere, die großen Waldgebiete Kanadas werden von Wölfen, Bären, Pelztieren u.a. bewohnt. Früher gab es auf den Prärien des Westens riesige Büffelherden, die im 19. Jh. fast vollständig ausgerottet wurden. Die Büffelpopulation erholt sich heute nur langsam in speziellen Naturreservaten. Es gab auch große Mustangherden auf den Prärien, die sich aus den Nachkommen von von den Spaniern ins Land gebrachten und dann verwilderten Pferden gebildet hatten. In Nordamerika gibt es große Naturreservate (Yellowstone National Park, Yosemite Nationalpark). In den Urwaldgebieten Mexikos gibt es eine vielfältige Tier- und Pflanzenwelt. Die Sümpfe der Everglades in Florida sind eine beeindruckende Naturlandschaft.

    Bevölkerung

    Die Skyline von Vancouver, Kanada]

    In den USA leben circa 296 Millionen Menschen, in Mexiko 106 Millionen und in Kanada, das an Ausdehnung Mexiko weit und die USA knapp übertrifft, lediglich 33 Millionen. Auch das dänische Grönland, mit einer Bevölkerung von lediglich 56 000, wird zu Nordamerika gerechnet.

    Die Ureinwohner Nordamerikas waren die Indianer. Der Kontinent war relativ dünn besiedelt. Nur in den Städten der mexikanischen Hochkulturen wurde eine sehr hohe Bevölkerungsdichte erreicht. Heute stellen die Nachkommen der eingewanderten Weißen mit 80 % den größten Bevölkerungsanteil. In Mexiko sind rund 80 % der Einwohner Mestizen, das heißt, sie haben sowohl europäische als auch indianische Vorfahren. V.a. in den USA gibt es viele Schwarzafrikaner (ca. 13 %). Im äußersten Norden des Kontinents leben Inuit.

    Bis heute sind die Staaten Nordamerikas beliebte Einwanderungsziele. Informationen zu den Bedingungen geben zum Beispiel das Bureau of Concilar Affairs (USA) oder die Informationsseite für Einwanderer der kanadischen Regierung.

    Geschichte

    siehe Nordamerika (Geschichte)