Nordamerika mit dem Wohnmobil entdecken - Tipps aus der Praxis

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    Sowohl die USA als auch Kanada sind Länder, die auf viele Menschen und insbesondere Naturliebhaber eine große Faszination ausüben. Aufgrund der riesigen Flächen erfreuen sich insbesondere Wohnmobilreisen durch Nordamerika seit jeher großer Beliebtheit. Sie bieten die Chance, beide Länder hautnah und zugleich im eigenen Reisetempo zu erleben.

    Nationalparks und weite Landstriche entdecken

    Eine Reise mit dem Wohnmobil gestattet es, genau die Ziele anzusteuern, die einen persönlich interessieren. Im Fokus der meisten Reisenden stehen die Nationalparks. Natürlich ist es ebenso möglich, Abstecher in Metropolstädte zu unternehmen. Doch in Anbetracht der üblichen Fahrzeugabmessungen empfehlen sich Wohnmobile nur bedingt für längere Fahrten durch Großstädte.

    Gebiete und Regionen, die sich mit dem Camper ideal erkunden lassen, gibt es in Nordamerika zu genüge. Ob atlantische Küste Neuenglands, der mittlere Westen der USA oder British Columbia in Kanada - es gibt unzählige Möglichkeiten. Zugleich finden sich fast überall mehrere Nationalparks, die hervorragende Etappenziele für Touren und Rundreisen sind.

    Wohnmobilreisen günstig online buchen

    Theoretisch besteht die Möglichkeit, nach Nordamerika zu fliegen und sich einen Camper erst vor Ort zu mieten. Allerdings zeigt die Praxis, dass Komplettpakete erfahrener Reiseveranstalter meist die bessere Wahl sind. Zum einen sind solche Reisepakete sehr gut auf die Bedürfnisse deutscher Urlauber abgestimmt. Zum anderen wissen die Reiseangebote auch preislich zu überzeugen. Nicht selten lockt gegenüber der Einzelbuchung eine satte Ersparnis.

    Im Übrigen gibt es in Deutschland einige Anbieter für Wohnmobile, die nicht nur tolle Camper, sondern auch einen zuverlässigen Service anbieten. Vielen Reisenden ist dies wichtig, damit sie im Ernstfall einen deutschen Ansprechpartner haben.

    Abholung und Nutzung des Wohnmobils

    Viele Reisende meinen, sie würden in Nordamerika landen, in ihr reserviertes Wohnmobil einsteigen und losfahren. Doch die Praxis sieht anders aus, in der Regel steht der Camper erst am nächsten Tag zur Verfügung. Zumeist hat dies versicherungstechnische Gründe. Mietkunden sollen nicht übermüdet in das Fahrzeug steigen, sondern sich erst akklimatisieren.

    Am Tag der Abholung findet zunächst eine Einweisung statt. Das Wohnmobil wird im Detail erläutert, sodass sich auch diejenigen damit zurechtfinden, die noch nie Campingurlaub gemacht haben. So wird z.B. erläutert und demonstriert, wie der Abwassertank entleert, der Wassertank gefüllt oder die Gasheizung eingeschaltet wird. Außerdem soll der Mietkunde das Fahrzeug in Augenschein nehmen. Dieser Aspekt ist wichtig: sollten Schäden oder Mängel zu sehen sein, sind diese unbedingt in das Übergabeprotokoll aufzunehmen, damit es nicht später dafür aufzukommen gilt.

    Bei den Kosten lauert manchmal eine Überraschung. Oft bieten die Reiseveranstalter lediglich Basispakete an. Gegen Aufpreis ist es z.B. möglich, einen umfassenderen Versicherungsschutz zu erhalten oder im Ernstfall auch die Leistungen eines Automobilclubs in Anspruch zu nehmen.

    Für die Bereitstellung von Navigationsgeräten werden erschreckend hohe Aufpreise verlangt. Wer clever ist, bringt sein mobiles Navigationssystem aus Deutschland mit, auf das zuvor entsprechendes Kartenmaterial aufgespielt wurde. Meist ist diese Variante um ein Vielfaches günstiger. Auch klassische Straßenkarten schaden nicht, weil sie wegen der langen Highwaystrecken oft die bessere Orientierungshilfe leisten.

    Stellplätze finden

    Amerikaner und Kanadier machen gerne Campingurlaub im eigenen Land. Dementsprechend existiert eine große Anzahl an Campingplätzen. Allerdings sind diese mit den europäischen Campinganlagen nur bedingt zu vergleichen. Solche Campingplätze gibt es zwar auch, doch insbesondere in den Nationalparks sind die Anlagen zumeist ganz simpel gehalten. Strom- und Wasseranschlüsse stehen längst nicht überall zur Verfügung, dafür ist die Nutzung sehr preiswert oder sogar kostenlos.

    Von Zeit zu Zeit kann es sinnvoll sein, die gepflegten und etwas teureren Anlagen aufzusuchen. Dort bietet sich dann die Möglichkeit zu „dumpen“ bzw. den Abwassertank zu leeren und den Frischwassertank wieder aufzufüllen. Gas für Heizung und Kühlschrank wird dort meist aber nicht bereitgestellt, stattdessen wird das benötigte „Propane“ an Tankstellen nachgefüllt.