Norditalien per Rad erkunden

Aus Länder-Lexikon.de

14. September 2013  

Italien verbinden viele Urlauber mit einem gemütlichen Urlaub am Strand. Doch es geht auch anders: Wer sportlich ist und gerne Rad fährt, findet hier ebenso tolle Möglichkeiten, seine freie Zeit zu verbringen. Besonders Norditalien ist bei vielen Radfahrern sehr beliebt, da es hier schöne Ziele entlang der Routen gibt, wie man im folgenden Video sehen kann:

Inhaltsverzeichnis

Robuste Fahrweise üblich

Auch wenn man im Fernsehen regelmäßig die Bilder der "Giro D`Italia" sieht, sollte man sich kein falsches Bild von diesem Urlaubsland machen. Es ist nicht unbedingt einfach, sich auf Italiens Straßen mit dem Fahrrad fortzubewegen. Wer bereits mit dem Auto am Stiefel unterwegs war, weiß, dass die Italiener nicht zimperlich sind, wenn es darum geht, ihre Rechte im Straßenverkehr durchzusetzen.

Fahrräder als Fortbewegungsmittel sieht man daher kaum; höchstens die Vespa kann hier mithalten. Es ist daher kaum verwunderlich, dass es in diesem Land nur relativ wenige Radwege gibt. Während es in Deutschland ungefähr 35 Tausend Kilometer sind, gibt es in Italien nur zirka 7.500 Kilometer. Man sollte sich daher darauf einstellen, dass man einen Großteil der Strecke auf der Straße fahren muss.

Die Alpen überqueren

Wer sehr sportlich mit Rennrad oder Mountainbike unterwegs ist, kann sich den Weg über die Alpen als Route vornehmen. Durch Österreich oder die Schweiz und das sich anschließende Italien hat man beeindruckende Aussichten auf die umliegenden Berge und die Landschaft. Da es hier im Sommer vor allem auf dem Pass empfindlich kalt sein kann, sodass sogar Schnee liegt, sollte man eine wärmende Fahrradbekleidung entsprechend einplanen.

Ein Pass, der bei Radfahrern beliebt ist, ist beispielsweise Sankt Gotthard. Auf der Strecke dorthin wird man in der Regel über getrennte Wege geleitet. Direkt auf dem Pass kann es jedoch gelegentlich voll werden; dies ist besonders dann der Fall, wenn der Tunnel geschlossen ist oder sich in der Hochsaison ein Stau gebildet hat und die Autofahrer den Pass nutzen, um dem Stau zu entkommen.

Ersatzteile vorrätig haben

Fährt man durch die Alpen, sollte man auf jeden Fall darauf achten, dass man eine Gangschaltung hat, die den Anforderungen standhält. Dies ist nicht selbstverständlich, sodass man gut beraten ist, das Rad im Fachhandel vorher überprüfen lassen. Auch wenn es in vielen italienischen Städten Fahrradgeschäfte gibt, sollte man sich nicht darauf verlassen, dass man dort spezielle Ersatzteile vorrätig hat beziehungsweise sie innerhalb von kurzer Zeit besorgen kann. Zumindest von den passenden Speichen sollte man immer einige mitnehmen, um sich selbst helfen zu können.

Sommer und Winter meiden

Als Jahreszeiten bieten sich vor allem Frühjahr und Herbst für eine Radtour an. Da Norditalien ein beliebter Wintersportort ist, kann man sich vorstellen, dass im Winter Schnee und Kälte nicht selten sind. Da der Sommer sehr heiß werden kann, ist diese Jahreszeit ebenfalls nicht unbedingt zu bevorzugen. In der Übergangszeit hingegen sind die Temperaturen moderat, allerdings muss man hier unter Umständen mit starkem Regen rechnen.