Polen

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Republik in Ostmitteleuropa an der Ostsee zwischen Deutschland im Westen und Weißrussland/Ukraine im Osten, 312 684 km², 38,6 Mio. Einwohner, Hauptstadt Warschau, Amtssprache Polnisch.

Polen besteht zum größten Teil aus einem flachen Becken mit den Einzugsgebieten von Weichsel und Warthe, begrenzt im Süden und Südosten von den Karpaten und dem Riesengebirge mit vorgelagerten Hügellandschaften. Das Klima ist nach Osten zunehmend kontinental und begünstigt den Waldreichtum v. a. an den Beckenrändern und die Landwirtschaft im Tiefland. Die homogen polnische und katholische Bevölkerung ballt sich v. a. in Schlesien (Breslau und Oberschlesisches Industrierevier), um Lodz, an der Küste und um die Hauptstadt.

Im 10. Jh. christianisiert, bildeten die Fürstentümer im Warthe/Weichsel-Gebiet ein polnisches Reich, das sich allmähl. ausdehnte; im 14. Jh. entstand unter den Piasten ein Großreich, das unter der Dynastie der Jagellonen nach dem Sieg über den Deutschen Orden 1410 bis in die Ukraine und nach Weißrussland reichte. Es wurde Opfer innerer Konflikte zwischen Adel (Magnaten) und Krone und äußerer Bedrohung v. a. durch das russische Reich, sodass Polen im 17. Jh. seine Großmachtrolle verlor und Ende des 18. Jh unter Preußen, Österreich und Russland aufgeteilt wurde. Aufstände wie die von 1831 und 1863 gegen die russische Herrschaft wurden blutig erstickt, doch ließ sich das nationale Eigenbewusstsein nicht auslöschen. Nach dem 1. Weltkrieg entstand 1918 eine polnische Republik, die mit Westpreußen einen Zugang zum Meer, mit Oberschlesien ein wertvolles Industrierevier erhielt und sich nach Krieg mit der jungen UdSSR weit nach Osten vorschob.

Im 2. Weltkrieg wurde sie jedoch wieder Opfer der Nachbarn Deutschland und Sowjetunion, die 1939 die Aufteilung verabredeten. Unter der deutschen Besetzung kamen bis 1945 3. Mio. jüdische und etwa ebenso viele andere polnische Bürger ums Leben, ehe die Rote Armee das Land befreite und bolschewisierte. Ostpolen verblieb bei der Sowjetunion, wofür Polen durch die deutschen Ostgebiete entschädigt wurde; die Deutschen wurden vertrieben. Die Volksrepublik Polen schloss sich eng an Moskau an, übernahm die Planwirtschaft und die Kollektivierung der Landwirtschaft. Das führte immer wieder zu Unruhen (v. a. 1956 und 1970), die 1980 die Zulassung der freien Gewerkschaft Solidarnosc erzwangen. Sie wurde zwar 1981 verboten und Polen unter Kriegsrecht gestellt, doch unter dem Druck der katholischen Kirche, der immer desolateren ökonomischen Lage und der Reformsignale aus Moskau musste das Regime 1989 wieder den Dialog mit der Solidarnosc suchen. Ihre Vertreter zogen ins Parlament ein, übernahmen die Regierung und liquidierten die Volksrepublik, die kommunistische Staatspartei PRP löste sich auf.

1990 wurde die Oder-Neiße-Linie als Grenze zu Deutschland völkerrechtlich anerkannt. Der NATO-Beitritt erfolgte 1991, die EU-Mitgliedschaft erlangte Polen 2004.

Weblinks

Außenministerium Polens

Atlapedia Online

Präsident Polens

Parlament Polens

Touristeninformationen Polen

Landesinformationen Polen

The World Fact Book (CIA)


Rzeczpospolita Polska
Amtssprache Polnisch
Hauptstadt Warschau
Staatsform Präsidiale Republik
Fläche 312.684 km²
Einwohner 38.610.000
Währung Zloty
Zeitzone UTC+1
KFZ-Kennzeichen PL
Internet-TLD .pl
Telefonvorwahl 0048

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