Polen (Bevölkerung)

Aus Länder-Lexikon.de

Rund 38,61 Millionen Menschen leben in der Republik Polen, das bedeutet einen Schnitt von 123 Einwohner pro Quadratkilometer. Die bevölkerungsreichste Stadt ist die Hauptstadt Warschau mit rund 1,69 Millionen Einwohnern, gefolgt von Lodz (776 000), Krakau (758 000) und Breslau (635 000). Heute sind fast 98 % der Staatsbürger Polen, während noch vor dem Zweiten Weltkrieg etwa ein Drittel der Bevölkerung aus anderen Nationalitäten bestand. Die größte Minderheit bildeten damals Juden, es lebten weiter zahlreiche Deutsche, Litauer, Ukrainer und Weißrussen im Land. Die nationalen Minderheiten, die heute noch in Polen leben, sind zwar zahlenmäßig gering, haben aber regionale Bedeutung und Einfluss auf die dortige Kultur und Politik (Deutschstämmige, Ukrainer, Weißrussen, Litauer, Tschechen, Slowaken).

Ähnlich homogen wie die Bevölkerungszusammensetzung heute ist auch die Glaubenszugehörigkeit: 90 % der Bevölkerung sind Katholiken. Größte religiöse Minderheiten sind Angehörige der russisch-orthodoxen Kirche.

Die Bevölkerungsentwicklung war in den vergangenen Jahren leicht negativ, was auf eine fast ausgeglichene Geburten-/ Sterberate und eine geringe Abwanderung zurückzuführen ist. Die Lebenserwartung erreicht mit 74 Jahren noch nicht ganz den westeuropäischen Schnitt; die Alphabetisierung ist aber wie in den anderen EU-Staaten praktisch umfassend. Für die Kinder besteht allgemeine Schulpflicht zwischen sieben und 15 Jahren. Amtssprache ist Polnisch.


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