Polen (Flora und Fauna)
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Knapp 30 % der Fläche Polens sind bewaldet. Im Norden und in den Hochlagen der Gebirge im Süden wachsen vor allem Nadelbäume, vor allem die Kiefer, auch Polnische Lärche, Tannen und Fichten. In den Hochgebirgslagen oberhalb 1 800 m finden sich alpine Matten Im Westen des Landes wachsen überwiegend Buchen, hier gibt es auch Auenwälder mit Pappeln, Birken, Weiden und Erlen. Im Grenzgebiet zu Weißrussland im Nordosten des Landes liegt das größte noch erhaltene Urwaldgebiet in Europa (im Bialowieski-Nationalpark). Auf einer Fläche von über 1 200 km² (ein Teil davon auf weißrussischem Gebiet) finden sich hier alte Bestände an Eichen-, Weißbuchen- und Lindenwäldern, die teilweise über 400 Jahre alt sind.
Polens Landschaft bietet vielfältige Rückzugsmöglichkeiten für die Tierwelt. Über 600 Naturschutzgebiete und 15 Nationalparks dienen unter anderem dazu, die Artenvielfalt zu erhalten. Im Bialowieski-Nationalpark lebt neben Luchsen, Elchen, Braunbären, Wölfe, Tarpanen (Wildpferde) und Bibern die letzte frei lebene Wisent-Herde in Europa. Im Tatra-Nationalpark im Hochgebirge finden sich Luchse, Bären, Gämsen, Schneehasen und Murmeltiere. Auch außerhalb der Nationalparks leben zahlreiche Tierarten, die überwiegend typisch für die mitteleuropäische Fauna sind (Rehe, Hirsche, Wildschweine usw.). In der vielfältigen Vogelwelt kommen unter anderem Schwarzstorch, Steinadler, Uhu, Auerhahn und Kormoran vor. Der weißschwänzige Seeadler findet sich im polnischen Staatswappen wieder.