Präsident Jammeh macht Weg frei für Machtwechsel

    Aus Länder-Lexikon.de

    Quelle / Copyright: Youtube / euronews (deutsch)

    Gambias abgewählter Staatspräsident Yahya Jammeh hat nach seiner Weigerung die Wahlniederlage vom 1. Dezember anzuerkennen seinen Widerstand aufgegeben. Am 21. Januar flog er nach Äquatorial-Guinea ins Exil.

    Jammeh war vor 22.Jahren durch einen Putsch an die Macht gekommen und regierte das Land als Diktator. Am 1. Dezember hatte Jammeh die Präsidentschaftswahl verloren und seine Niederlage gegen Adama Barrow eingestanden. Doch wenig später bezweifelte Jammeh die Rechtmäßigkeit der Wahl. Selbst nachdem seine Amtszeit am 19. Januar geendet hatte, weigerte sich Jammah weiter sein Amt abzugeben.

    Inzwischen hatte der UN-Sicherheitsrat die Einsetzung des gewählten Präsidenten Barrows verlangt und das westafrikanische Regionalbündnis Ecowas autorisiert, den Amtswechsel zugunsten von Barrows durchzusetzen. Die Drohung der Ecowas-Nachbarstaaten Nigeria, Ghana, Togo und Senegal mit einem 7.000 Mann starken Militärkontigent einzuschreiten, beendete den Widerstand von Jammeh. Doch zuvor hatte der abgewählte Jammeh Zeit genug, die Staatskasse um mindestens 12 Millionen Euro zu erleichtern und dazu ein Flugzeug mit Luxusgütern ins Exil vorauszuschicken. Dies bestätigten Mitarbeiter des Finanzministeriums und der Zentralbank Gambias.

    Mit dem Abflug ins Exil ist der Machtkampf im westafrikanischen Gambia beendet. Der gewählte und im Nachbarland Senegal in der gambischen Botschaft bereits vereidigte neue Staatspräsident Adama Barrow übernimmt nun die Staatsgeschäfte.