Reisetipp: Kuba mit dem Auto entdecken

    Aus Länder-Lexikon.de

    Das Interesse an Kuba als Reiseziel hat zuletzt stark zugenommen. Kein Wunder, schließlich wird sich das Land gegenüber seinem einstigen Erzfeind, den USA, öffnen. Damit ist absehbar, dass Kuba bereits in naher Zukunft von unzähligen Amerikanern bereist wird. Wer noch das "ursprüngliche" Land erleben möchte, sollte sich daher beeilen.

    Kuba mit dem Auto bereisen

    Es gibt viele Wege und Möglichkeiten, um Kuba zu entdecken. Aus Unsicherheit entscheiden sich viele Menschen für Gruppenreisen. Dabei ist es bedenkenlos möglich, das karibische Land mit dem Auto zu bereisen. Der Vorteil einer Reise mit dem Auto durch Kuba besteht darin, sich jederzeit frei bewegen und somit auch Orte aufsuchen zu können, die andere Touristen gar nicht zu sehen bekommen.

    Übrigens: Die Autovermieter auf Kuba stellen ihren Kunden moderne, d.h. oft westliche Fahrzeuge zur Verfügung. Fahrzeuge aus der Zeit der Revolution, sind gar nicht so leicht zu mieten. Im Hinblick auf die Sicherheit heutiger Autos ist das auch besser. Wobei sich jedoch niemand zu sorgen braucht. Auf den Straßen von Kuba geht es vergleichsweise ruhig zu. Für eine Autoreise durch Kuba haben wir die nachfolgenden Reiseziele zusammengestellt.

    Varadereo

    Die Stadt Varadereo ist der mitunter beste Ausgangsort für eine Reise. Grund ist der Flughafen, den gleich mehrere Airlines von Deutschland aus direkt anfliegen. Zudem ist die Stadt touristisch sehr gut erschlossen. Wer beispielsweise gegen Ende seines Aufenthalts noch ein wenig Badeurlaub machen will, findet hier sehr gepflegte Hotelanlagen vor. Allerdings handelt es sich dabei um typische Touristenanlagen, die nicht unbedingt den Eindruck vom "echten" Kuba ermitteln.

    Havanna

    Keine Frage, ein Besuch der Hauptstadt darf nicht fehlen. Havanna ist die mit Abstand größte Stadt des Landes, sie zählt gut 2,1 Mio. Einwohner. Was diese Metropole auszeichnet, ist ihre beeindruckende Vielfältigkeit. Immerhin liegt Havanna direkt am Meer, welches auf das Stadtbild einen großen Einfluss hat.

    Auf gar keinen Fall fehlen darf ein Besuch von Alt-Havanna. Zwar mag der Stadtteil ganz schön in die Jahre gekommen sein, doch genau dies zeichnet ihn aus. Hier erwarten den Besucher typische Häuserfassaden, wie sie in zahlreichen Hochglanzprospekten abgebildet sind. Ebenso dürfen Besuche der größten Sehenswürdigkeiten nicht ausgelassen werden, wie z.B. ein Abstecher zum Kapitol oder dem Rum-Museum.

    Vinales

    Ein echtes Kontrastprogramm zu Havanna hat Vinales zu bieten. Die Ortschaft liegt weit im Westen des Landes und weiß mit einer abwechslungsreichen Landschaft zu beeindrucken. Sie ist sehr naturbelassen, steile Berge und viel Grün prägen das Bild.

    International ist die Ortschaft vor allem wegen des Tabakanbaus bekannt. Er gilt als der beste Tabak in der gesamten Karibik und hat kubanische Zigarren in aller Welt berühmt gemacht. Es ist möglich, vor Ort einzelne Betriebe zu besuchen und dort live zu erleben, wie die Zigarren hergestellt werden.

    Cayo Jutias

    Ganz im Norden von Kuba liegt die Insel Cayo Jutias. Über eine lange Brücke ist sie mit dem Festland verbunden und daher auch problemlos mit dem Auto zu erreichen. Hier kommen besonders diejenigen auf ihre Kosten, die einen tollen Badeurlaub erleben möchten. Auf Cayo Jutias locken die schönsten Badestrände des Landes, d.h. weißer Sand und türkisfarbenes Wasser werden geboten.

    Es gibt eine schöne Natur zu entdecken, insbesondere die Artenvielfalt unter Wasser weiß zu beeindrucken. Schnorcheln ist an vielen Ständen möglich, zudem lassen sich Boote und Kajaks mieten. Allerdings sollte bedacht werden, dass die Insel nicht nur bei Touristen, sondern auch den Einheimischen hoch im Kurs steht. An den Wochenenden kann reger Betrieb herrschen, weshalb es meist besser ist, die Insel an einem Werktag zu besuchen.

    Cienfuegos

    Wer sich für Städte begeistern kann und sich nicht auf die Hauptstadt beschränken möchte, sollte auch Cienfuegos besuchen. Die gut 170.000 Einwohner zählende Stadt liegt an der Südküste, um genau zu sein, an der Jagua-Bucht. Den Besucher erwartet hier ein typisches Großstadt-Feeling der kubanischen Art. Im Vergleich zu Havanna sind die Bauten ein wenig kleiner, was die Stadt aber nicht weniger imposant macht. Ihr schachbrettartiges Straßennetz macht es leicht, sich vor Ort zurechtzufinden.

    Trinidad

    Trinidad ist eine Stadt, deren Blütezeit schon eine Weile zurückliegt. Es war zur Mitte des 19. Jahrhunderts, als der Anbau und Export von Zucker die Stadt und vor allem die dort residierenden Kolonialherren reich machte. Heute lebt die rund 75.000 Einwohner zählende Küstenstadt vor allem vom Tourismus. Viele der einstiegen Kolonialbauten sind immer noch hervorragend erhalten. Zugleich weiß Trinidad mit großer Romantik zu beeindrucken. Die Stadt fügt sich in ihre natürliche Umgebung wunderbar ein. Der Kontrast aus alten Gebäuden und grüner Natur garantiert tolle Fotomotive.

    Santiago de Cuba

    Mit ca. einer halben Mio. Einwohnern ist Santiago de Cuba zweitgrößte Stadt von Kuba. Die Großstadt befindet sich an der Südostküste des Landes und beherbergt einen großen Hafen. Während der Kolonialzeit galt er als wichtigster Hafen des Landes und spielte bei der Besiedelung der Karibik eine tragende Rolle.

    Später machte die Stadt Schlagzeilen, als sie die Rebellen von Castro gewaltlos einziehen ließ. Ihr wurde vom Anführer der Titel „Heldenstadt der Republik Kuba“ verliehen. Heute erfährt sie wieder einen wirtschaftlichen Aufschwung, der stark vom Tourismus geprägt ist. Übrigens: Die bekannteste Marke des Landes, nämlich der „Bacardi“ Rum, findet hier seine Ursprünge. Die einstige Destillerie ist wieder in Betrieb, um allerdings karibischen Rum einer anderen Marke zu produzieren. Der heutige Bacardi wird nicht unweit auf den Bahamas destilliert.