Stockholm

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    Hauptstadt Schwedens; 765 000 Einwohner.

    Universität; Sitz der Nobel-Stiftung; 1912 Olympische Sommerspiele; 1956 Reitwettbewerbe der Olympischen Sommerspiele; Hafen; Handelszentrum; Industriestandort.

    Kunst und Kultur

    Blick auf Stockholm

    Bedeutende Bauten sind die Storkyrka (Krönungskirche, 13., 14./15. und 18. Jh.), die Riddarholmskirche (13. Jh., mehrfach erneuert) und die Deutsche Kirche (1638 bis 1642). Das königliche Schloss (nach 1697) ist ein Renaissance- und Barockbau mit prunkvoller Innenausstattung; erwähnenswert auch das Riddarhus (1641 bis 1674).

    Über 50 Museen, darunter das Nationalmuseum (gegründet: 1794), zeigen Hauptwerke aus allen bedeutenden Schulen der europäischen Malerei. Es gibt eigene Abteilungen für skandinavische Maler und skandinavisches Kunsthandwerk.

    Geschichte

    Der königliche Palast in Stockholm

    Von König Knut (1167-1196) um 1187 als Festung gegen Seeräuber erbaut, entwickelte sich Stockholm unter Birger Jarl zur Handelsstadt. Es widerstand 1389-1395 mit Hilfe von Kaperfahrern, den Vitalienbrüdern, den dänischen Angriffen zur Zeit der Königin Margarete und der Norweger. Erst im 17. Jh., in der Zeit der großen schwedischen Erfolge (Gustav Adolf) und des glanzvollen Hofes (Christina, Karl X.), entwickelte sich Stockholm zur Großstadt. Im Frieden von Stockholm 1719/20 musste Schweden Gebiete an Hannover und Preußen abtreten.

    1925 fand die Stockholmer Weltkirchenkonferenz statt, die erste Weltkonferenz nichtkatholischer christlicher Kirchen und Gründungsversammlung der Ökumenischen Bewegung (Ökumenischer Rat).