Thailand (Kunst)

Aus Länder-Lexikon.de

Palast in Bangkok, Thailand

Gemeinsamkeiten im Kunstschaffen der Völker Mittel- und Südthailands entstanden im 3. Jh. n.Chr. durch Einflüsse des indischen Hinajana-Buddhismus. Die Thaivölker in Nordthailand griffen die fremden Einflüsse auf und prägten einen im ganzen Land verbreiteten Kunststil. Das 13./14. Jh. sah die thailändische Kunst auf ihrem Höhepunkt, wofür Einflüsse Ceylons entscheidend waren (Reich von Sukhothai). Stand zu jener Zeit der schwerelos schreitende Buddha im Zentrum künstlerischen Schaffens, so prägte das nordthailändische Reich von Lan Na im 13. Jh. den herrschaftlichen Buddha (so genannter Löwentyp). Die Ayutthaya-Periode (14. bis 18. Jh.) war von geringerer künstlerischer Originalität; frühere Kunstepochen wurden adaptiert, und die Figur des Buddha erstarrte in prunkvoll-majestätischer Ausformung. In der zeitgenössischen thailändischen Kultur finden sich besonders alte Traditionen wieder (v.a. im Kunsthandwerk).