Thailand (Wirtschaft)
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Thailands Wirtschaft ist marktwirtschaftlich-liberal orientiert und durch eine starke Rolle des Außenhandels gekennzeichnet. Zwischen 1985 und 1995 lag die Rate für das Wirtschaftswachstum meist bei etwa 9 % und damit im weltweiten Vergleich extrem hoch. Auf Grund des Verfalls der Landeswährung 1997 erlitt die Wirtschaft schwere Einbußen. Durch die enge Zusammenarbeit der Regierung mit dem IWF (Internationaler Währungsfonds) stabilisierte sich der Bath seit 1999 zunehmend. 2007 konnte wieder ein Wirtschaftswachstum von 4,8 % erzielt werden.
Fast die Hälfte der Erwerbstätigen sind in der Landwirtschaft beschäftigt, überwiegend in Kleinbetrieben. Insgesamt erbringt der Agrarsektor nur knapp ein Zehntel des Bruttoinlandsproduktes. Angebaut werden vor allem Reis, Mais, Hirse, Zuckerrohr, Baumwolle und Tapioka. Thailand gehört zu den weltgrößten Reis-Exporteuren. Vor allem auf der Halbinsel Malakka gibt es große Kautschukplantagen.
Thailand verfügt über vielfältige Bodenschätze. Gefördert werden vor allem Erze, Braunkohle und Erdgas. Der Energieeigenbedarf kann damit gedeckt werden. Das enorme Wirtschaftswachstum kam vor allem der Industrie zugute, bedeutend sind die Chemie-, Textil- und Elektronikindustrie. Viele ausländische Firmen eröffneten in Thailand Produktionsanlagen und nutzten die niedrigen Arbeitslöhne (wobei hier der Konkurrent China immer mehr Investoren abzieht). Ein weiterer bedeutender Wirtschaftsfaktor ist der Tourismus, die größte Devisenquelle.
Der 1994 gegründeten Asiatischen Freihandelszone (Asean Free Trade Area, AFTA) gehören alle zehn Mitgliedsstaaten der ASEAN (Association of South-East Asian Nations) an. 2002 trat das Freihandelsabkommen der ASEAN in Kraft. Die wichtigsten Handelspartner sind die USA, Japan und China. Exportiert werden neben Reis und Kautschuk vor allem Maschinen, Textilien, Schmuck und Computerteile. Wichtigste Importgüter sind Industrieerzeugnisse, Halbfertigwaren und Rohstoffe sowie Benzin und Diesel.
Währung ist der Baht (= 100 Satang).