Theater in Deutschland
Aus Länder-Lexikon

Das Theater nimmt eine einzigartige Position in Deutschland ein. Jede größere Stadt hat ihr eigenes Theater. Selbst kleinere Städte unterstützen sowohl ein Drama- wie auch ein Opern-Ensemble. Ein gut geführtes Theater ist, so scheint es, notwendig, um die Gesundheit der Gemeinschaft zu fördern, genauso wie ein gutes öffentliches Schulsystem, eine Universität, eine gut bestückte Bibliothek, ein Symphonieorchester und Krankenhäuser und Kliniken. Im Laufe der letzten Jahrzehnte hat das Theater jedoch seine starke Stellung in der Gesellschaft verloren.
Einen Aufschwung erfuhr das deutsche Theater in den letzten 150 Jahren durch die entstandene Aufmerksamkeit auf internationaler Ebene.
Die spektakulären historistischen Produktionen des Herzogs von Sachsen-Meiningen in den 1880er Jahren und die glänzenden Theater Ensembles von Max Reinhardt, eine Generation später, waren die ersten Exporte, die die Welt auf deutsche Theater aufmerksam gemacht hat. Seitdem standen die deutschen Theaterleute an vorderster Front in den meisten großen Bewegungen im internationalen Theatergeschehen.
Seit den 1920er Jahren haben deutsche Bühnenbildner das Konzept des Bühnenraumes revolutioniert und deutsche Dramatiker, vor allem Bertolt Brecht, haben Modelle für ein Theater entwickelt, deren Ziel es war, die Grundlagen der Gesellschaft, in der wir leben, zu verändern.
Die Entwicklung im 21. Jahrhundert zeigt eine dramatische Wendung des Theaterbetriebes. War es früher so, dass Theater da war, um die Menschen zu unterhalten und zu lehren, so wird Theater immer mehr zu einem Teil einer Subkultur. Das Angebot der Medien ist so breit gestreut, dass ein so großer Bedarf an Theatervorstellungen nicht mehr vorhanden ist. Dazu kommt, dass jedes Theater ein Betrieb ist, der viele Angestellte hat, wobei die Schauspieler dabei in der Minderzahl sind. Von Schreinern über Schlosser bis hin zu Schneidern, die Zahl der am Theater beschäftigten Schauspieler überschreitet in den meisten Fällen keine 10 Prozent der Gesamtmitarbeiterzahlen. Da die Einnahmen durch die Eintrittskarten den Kostenapparat eines Theaters nicht im Geringsten abdecken können, subventioniert der Staat mit jährlich über einer halben Milliarde Euro die deutschen Theater und Opern. Diese Subvention ist keine Subvention der Kunst, sondern eher eine Subvention des Handwerks und der Verwaltung. Es gibt genügend pro und contra für diese Ausgaben für Theater und Opern und darüber lässt sich lange debattieren. Jedoch gibt es kein pro für den Verlust kulturellen Gutes, der mit der Schließung von Theatern einhergehen würden. In der Zeit der Globalisierung sollte der Erhalt regionalen Kulturgutes ein wichtiger Beitrag zur zukünftigen Entwicklung eines Landes sein.
Um dieses Kulturgut zu unterstützen, sollte man sich über Angebote in der Region informieren. Tickets kann man mit Sicherheit und Garantie bei viagogo, Europas größter Online-Ticketbörse, erhalten. Sollte man kurzfristig nicht an gebuchter Veranstaltung teilnehmen können, kann man bei viagogo ohne Probleme seine Tickets verkaufen.

