Urlaub mal anders - auf den Spuren des wunderschönen Mosel-Radwegs

    Aus Länder-Lexikon.de

    Wer Lust hat, mit dem Rad unterwegs zu sein und durch wunderschöne Landschaften zu radeln, der sollte unbedingt den Mosel-Radweg erkunden. Kaum ein Radweg ist so anziehend und beleibt für Radtouristen, wie der Radweg entlang der Mosel. Am schönen Fluss, an Bergen und Weinreben vorbei, führt dieser ausgebaute Radweg nahezu ins Radlerparadies. Natur- und Tierwelt, die Menschen und vor allem auch die kulinarischen Gepflogenheiten kann man auf dieser schönen Route entdecken und erleben.

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    Und wer seinen Radurlaub mit der Erkundung der vielen Weinanbaugebiete rund um die Mosel verbindet und dem Besuch eines Weinfestes bei sommerlichen Temperaturen abschließt, wird diesen besonderen Urlaub garantiert nie vergessen.

    Die Mosel - ein herrlicher Fluss mit Geschichte

    Der rund 544 Kilometer lange Fluss hat seinen Ursprung im Osten Frankreichs. Von den Vogesen angefangen fließt die sanfte Mosel durch Hunsrück, die Eifel und mündet in Koblenz im Rhein. Dabei überwindet sie satte 700 Höhenmeter und dient noch heute als Verkehrsstraße insbesondere für den Güter- und Personenverkehr. Jeder, der an die Mosel denkt, verbindet sie gleichermaßen mit einem herrlichen Wein. Und das sind auch richtig, denn nirgendwo sonst in Deutschland sind die Vielfalt des Weinanbaus so groß, wie hier im Mosel-Anbaugebiet. Das milde Klima und die sonnenverwöhnte Region sind nahezu ideal für das Heranwachsen köstlicher Trauben.

    Für Radfahrer ein Eldorado

    Die Mosel wird in drei Abschnitte unterteilt, wobei es sich hier um

    • die Obermosel,
    • die Mittelmosel
    • und die Unter- und Terrassenmosel

    handelt. Währen die Obermosel in Trier beginnt, endet sie schließlich an der Untermosel in Koblenz am Rhein. Radfahrer kommen in allen Abschnitten auf ihre Kosten, denn die einzelnen Abschnitte sind mit dem Rad erkundbar und als Etappen zu hinterlegen. Wer sich gleich alle drei Etappenziele vorknöpft, sollte allerdings schon sehr gut durchtrainiert sein und sich nicht zu viel zumuten. Immerhin durch-radelt man Höhenunterschiede von 700 Metern und nicht alle Wege sind eben und glatt. Hier findet man weitere Informationen zu den verschiedenen Abschnitten der Mosel.

    Geheimtipp: Das große Weinfest

    Die Radtour zur Zeit der Weinfeste zu buchen, ist das Highlight für viele Radler. Von April bis Oktober kann man so über den Mosel-Radweg quasi von Weinfest zu Weinfest radeln. Sogar noch bis in den November hinein finden Weinfeste statt, Hochsaison ist allerdings im August und September, dann, wenn die Lesezeit ist und die Reife der Trauben vollkommen ist. Verkostungen und Probieren sind auf fast allen Weingütern besonders in dieser Zeit möglich. Für Erstlinge, die noch nie diese Route gefahren sind, ist zur Eingewöhnung das bekannte Straßenweinfest in Pünderich im Mai ideal. Radwanderer, die die Weinfeste an der Mosel in der Hauptsaison genießen möchten, sollten ihre Route über mehrere Tage organisieren und planen und ruhig ein oder zwei Tage mehr einplanen. Nicht nur, dass die Tour an sich schon recht anstrengend sein kann.

    Die Besuche diverser Weinfeste können auch schon mal des Öfteren zur spontanen Müdigkeit führen und so manch gestandene Weingenießer haut es schließlich doch aus den Pedalen. Am besten man bucht gleich im Vorfeld im jeweiligen Örtchen des Weinfestes ein gemütliches Zimmer in den vielen angebotenen Hotels, Pensionen und Fremdenzimmern. Sicher ist sicher.