Verhaltensregeln: Dos & Donts

Aus Länder-Lexikon.de

Alkohol: Respekt gegenüber der islamisch geprägten Kultur und Religion wird erwartet und vorausgesetzt. Dazu gehört auch ein striktes öffentliches Alkoholverbot (außerhalb der Hotelanlagen oder Restaurants).

Artenschutz: Beschädigen Sie niemals Korallenriffe oder sammeln Sie Muscheln oder Schnecken am Strand; kaufen Sie auch nie Korallen, ausgestopfte Tiere oder Gegenstände aus Elfenbein. Damit unterstützen Sie Wilderer und riskieren in manchen Fällen sogar Ärger mit der Zollbehörde.

Bakschisch: Bakschisch bedeutet so viel wie Trinkgeld und wird für fast alle Dienstleistungen fällig. Stecken Sie immer genügend kleine Scheine ein. Zwei bis fünf Pfund sollten meist genügen. In Museen und Hotels sieht man manchmal "No tips please"-Schilder, und daran sollte man sich dann auch halten.

Drogen: Der Konsum von Marihuana (arabisch: Bango) und Haschisch ist zwar durchaus nicht ungewöhnlich in Ägypten, aber streng verboten. Die Polizei führt regelmäßig Razzien durch und Touristen werden genauso wenig verschont wie Einheimische, wenn es um Strafen geht.

Frauen: Westliche Ausländerinnen werden oft von ägyptischen Männern angesprochen, was durchaus lästig werden kann. Tipps: Machen Sie ihrem Verehrer niemals Hoffnungen. Erzählen Sie von Kindern und ihrem Mann, und tragen Sie einen Ehering - wenn Sie nicht verheiratet sind, leihen Sie sich am Besten einen Ring. Vermeiden Sie aufreizende Kleidung. Handeln: Handeln gehört einfach zur ägyptischen Mentalität dazu. Anfangs nennen die Händler gerne absolut überzogene Preise, die man dann herunterhandeln muss. Lassen Sie sich nie unter Druck setzen, sondern gehen Sie notfalls einfach weiter.

Kleidung: Tragen Sie leichte und luftige Kleidung. Im Winter sollte man eine Jacke einpacken, die Nächte werden dann kühler. Männer sollten besser auf Shorts verzichten. In Touristenzentren werden solche Fauxpas noch toleriert; je weiter Sie sich jedoch aus diesen entfernen, umso mehr sollten Sie auf der muslimischen Religion angepasste Kleidung achten. Frauen sollten beispielsweise nicht im Bikini in den heißen Quellen von Oasen baden.

Nepper, Schlepper, Bauernfänger: Der altbewährte Trick von Schleppern ist es, Touristen zu erzählen, sie hätten einige Zeit in Deutschland verbracht (vielleicht sogar zufällig in Ihrer Stadt) und sie dann einzuladen zu einem Verwandten, der (auch ganz zufällig) in unmittelbarer Nähe einen Laden besitzt. Dort kommen Sie dann nicht raus, ohne den halben Laden aufgeschwatzt bekommen zu haben. Kaufen Sie außerdem nichts von Händlern an Tempeln und Gräbern, außer Sie mögen überteuerten (und wertlosen) Kitsch.

Öffnungszeiten: Die Geschäfte sind in der Regel von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Samstag und Sonntag sind, anders als bei uns, normale Arbeitstage. Dafür ist der Freitag frei. Während des Fastenmonats Ramadan ist jede Regelung diesbezüglich außer Kraft gesetzt.

Ramadam (Fastenmonat): Während des Ramadan gelten überhaupt besondere Regeln: Nicht in der Öffentlichkeit Essen, Rauchen oder gar Zärtlichkeiten austauschen, da das öffentliche Leben in dieser Zeit stark eingeschränkt ist.