Was die Portale zur Suche nach Ferienunterkünften wirklich zu bieten haben

Aus Länder-Lexikon.de

5. Februar 2016  

Die Suche nach Ferienunterkünften hat sich längst ins Web verlagert. Egal ob Hotels oder Ferienwohnung gefragt sind, es finden sich genügend Onlineportale, die Unterstützung leisten. Sie alle haben eine Sache gemeinsam: Es werden eine schnelle und einfache Suche sowie attraktive Preise versprochen.

Seit einigen Jahren sind neben den klassischen Vergleichsportalen für Hotels und Ferienimmobilien auch noch Anbieter wie Airbnb, 9Flats und Waytostay am Markt präsent. Sie vermitteln Ferienunterkünfte, die Privatpersonen zur Verfügung stellen. Es werden außergewöhnliche Objekte und tolle Preise in Aussicht gestellt.

Bei einer solch großen Auswahl fällt es nicht leicht, sich auf eines der Portale festzulegen. Wir haben deshalb den Markt durchleuchtet und die einzelnen Anbieter unter die Lupe genommen.

Inhaltsverzeichnis

Die klassische Hotelsuche

In diesem Segment tummeln sich besonders viele Anbieter. Es fällt auf, dass die Mehrheit sehr professionell aufgestellt ist und sich meist gleichermaßen an Urlauber als auch Geschäftsreisende richtet. Die Auswahl an Hotels ist groß ( in Paris zum Beispiel über 1.000) und erstreckt sich dabei über den gesamten Planeten. Ganz egal in welchem Land der Welt eine Übernachtung geplant ist, es findet sich fast immer ein Hotel.

Dieses immens große Angebot zählt zu den klaren Stärken in der klassischen Hotelsuche. Hinzu kommt eine einfache und verbindliche Buchung. Darunter ist zu verstehen, dass Kunden mit gutem Gewissen buchen können, die Hotelzimmer stehen später auch tatsächlich bereit. Grund dafür sind Verträge zwischen den Portalbetreibern und den Hotels. Viele Anbieter aus dem Bereich der Hotelsuche lassen sich große Kontingente zusichern, weshalb sie sich außerdem in der Lage befinden, die Zimmer preiswert anzubieten.

Im Übrigen gilt der Service als herausragend. Wer beispielsweise Schwierigkeiten mit der Online-Buchung hat, ruft einfach beim Portalbetreiber an und bucht sein Hotelzimmer telefonisch. Ebenso werden Anfragen rund um Umbuchung oder Stornierung im Regelfall zuverlässig gehandhabt.

Zu den großen Stolpersteinen zählt die fehlende Transparenz bei den Preisen. Schlussendlich kann jedes Portal seine eigenen Übernachtungspreise festlegen. Umso empfehlenswerter ist es, sich bei der Hotelsuche nicht auf ein Portal zu beschränken. Außerdem schadet es nicht, direkt beim Hotelanbieter zu prüfen, welche Preise dort ausgerufen werden.

Vergleichsportale für Ferienunterkünfte

Hier liegt der Fokus auf klassischen Ferienimmobilien, insbesondere in typischen Urlaubsregionen wie Nordsee oder Ostsee. In beliebten Städten gibt es aber auch ein großes Angebot (zum Beispiel Paris über 5.000). Einige Anbieter sind inzwischen sogar international aufgestellt und helfen beispielsweise bei der Suche nach Ferienimmobilien in Kroatien oder Spanien. Während die Anbieter in der Hotelsuche meist internationale Player sind, treffen Nutzer hier vor allem kleinere Portalbetreiber aus Deutschland an.

Bemerkenswert ist die deutliche Abgrenzung von der Hotelsuche. Hier sind Objekte zu finden, die Hotelportale nicht listen. Zugleich ist es möglich, die Suche sehr präzise einzugrenzen, um beispielsweise auch Kochmöglichkeiten, Tierunterbringung, Zusatzbetten etc. zu berücksichtigen. Zudem werden die Ferienhäuser und Ferienwohnungen häufig mit zahlreichen Fotos präsentiert, wodurch sich Interessenten einen guten Eindruck verschaffen können.

Interessenten sollten bedenken, dass viele Portalbetreiber lediglich auf einzelne Objekte aufmerksam machen, jedoch keine Buchung anbieten. Oft sind die Ferienimmobilien nur direkt über die Eigentümer buchbar. Dementsprechend sind die Belegungspläne nicht immer aktuell, womöglich ist die favorisierte Ferienwohnung trotz entsprechender Anzeige nicht mehr verfügbar. Einzelheiten, wie Zahlung oder Rückerstattung, müssen Kunde und Eigentümer ebenfalls untereinander klären.

Suche nach Privatunterkünften

Airbnb hat die Nutzung privater Unterkünfte populär gemacht. Im Vordergrund stehen Wohnungen (überwiegend in Metropolstädten), die ihre Bewohner während einer Abwesenheit untervermieten. Die Idee ist simpel: Anstatt ein kleines Hotelzimmer teuer zu mieten, werden stattdessen schicke Privatwohnungen genutzt. Diese stehen mitsamt ihrer kompletten Ausstattung zur Verfügung und versprechen somit größten Komfort. Wer auf Hotels keine Lust hat findet bei Anbieter wie airbnb oder Waytostay über 400 Ferienwohnungen in Paris.

Überraschend ist die sehr große Auswahl an Wohnungen. Innerhalb kürzester Zeit haben die Portalbetreiber einen Markt geschaffen, für den sich immens viele Menschen begeistern. Die Anzahl der verfügbaren Objekte ist in den vergangenen beiden Jahren stark in die Höhe geschnellt. Zugleich punkten die Portale mit innovativen Lösungen, die beispielsweise eine Wohnungssuche auf eingeblendeten Karten ermöglichen.

Allerdings gilt auch hier, dass die Portale als Vermittler auftreten und die endgültigen Verträge mit den Vermietern geschlossen werden. Somit besteht keine absolute Sicherheit im Hinblick auf die Verfügbarkeit - es besteht das Restrisiko, dass Anbieter im letzten Moment absagen. Erstattungen werden zwar angeboten, doch je nach Portal gelten unterschiedliche Bedingungen, die teilweise auch Einschnitte vorsehen. Außerdem haben einige Kunden schon Streitigkeiten mit ihren privaten Vermietern gehabt, weil beispielsweise Eigentum beschädigt wurde. In solchen Situationen bleiben die Portale meist außen vor.

Fazit

Es gibt mehr Möglichkeiten als je zuvor, um tolle Unterkünfte online zu finden. Was nun am besten ist, lässt sich pauschal jedoch nicht sagen. Vielmehr kommt es ganz darauf an, welche Art von Unterkunft gefragt ist.

Portale zur Suche nach Ferienimmobilien und Privatunterkünften haben dennoch ihren Reiz. Die großen Anbieter sind schon lange keine Startups mehr, sondern haben sich zu professionellen Unternehmen entwickelt, die mit einer großen Auswahl an Unterkünften und starken Suchfunktionen überzeugen. Zur eigenen Absicherung wäre es denkbar, sich an die etablierten Portale (Airbnb, 9Flats, Waytostay oder Wimdu) zu halten und dort primär Objekte zu wählen, die möglichst viele und zugleich gute Bewertungen erhalten haben.