Welterbe - Hintergrund

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    WelterbeScreenshot.jpg Der Kölner Dom, die Chinesische Mauer, die Galapagos-Inseln und die Pyramiden von Gizeh – all diese Sehenswürdigkeiten haben eines gemeinsam: Sie sind bedeutende Denkmäler der Kultur und Natur unseres Planeten und zählen deswegen zum UNESCO-Welterbe.

    Weltweit gibt es derzeit 878 Denkmäler in 145 Ländern, die auf der Welterbe-Liste stehen; allein in Deutschland befinden sich 33 Welterbestätten. Unterteilt werden sie in Kulturdenkmäler (679) und Naturdenkmäler (174) sowie in Stätten, die beiden Kategorien zugeordnet werden können (25).

    Die besonders gefährdeten Stätten werden außerdem von der UNESCO auf einer "Roten Liste" geführt. Auf dieser Liste befinden sich im Moment 33 Denkmäler, die entweder von Naturkatastrophen und natürlichem Verfall oder aber von Menschen gemachten Einflüssen wie Kriegen oder städtebaulichen Planungen besonders bedroht sind. Ziel dieser "Roten Liste" ist es, das öffentliche Interesse für diese gefährdeten Orte zu wecken und an die Weltöffentlichkeit zu appellieren, um für deren Schutz zu sorgen.

    Die Idee des Welterbes fußt auf dem "Internationalen Übereinkommen zum Schutz des Kultur- und Naturerbes der Welt", das 1972 auf der 17. Generalversammlung der UNESCO getroffen wurde und mittlerweile von 185 Staaten unterzeichnet wurde. Demnach gibt es auf unserer Welt Naturlandschaften und Zeugnisse unserer Kultur, deren Verfall für die gesamte Menschheit einen nicht zu verantwortenden Verlust darstellen würde. Deswegen muss es das ausdrückliche Ziel der gesamten Völkergemeinschaft sein, diese Stätten zu schützen und für zukünftige Generationen zu erhalten.

    Organisiert und überwacht werden die bestehenden Welterbestätten von einem Welterbekomitee (World Heritage Committee), das auch über die Neuaufnahme von Stätten entscheidet. Kriterien für die Aufnahme sind die Einzigartigkeit des Erbes sowie die historische Echtheit der Kulturstätte bzw. der Naturlandschaft. Ausschlaggebend ist außerdem der unversehrte Zustand des Objekts. Bewerbungen für die Welterbeliste können nur die Vertragsstaaten einreichen, die mit einem Erhaltungsplan dann auch die Verantwortung für die zukünftige Pflege und den Schutz der jeweiligen Stätte übernehmen.