Zypern Reise: Sehenswürdigkeiten
Aus Länder-Lexikon.de
Agía Nápa (Südzypern; 2 500 Einwohner)
Übersetzt heißt der Name der Stadt "Heiliges Waldland" - heute erinnern daran allerdings nur noch der Name und das Kloster. Agía Nápa hat sich nämlich zum Party-Ferienort Nummer Eins entwickelt und ist heute teilweise noch beliebter als Ibiza. Wer feine Sandstrände und pulsierendes Nachtleben sucht, wird hier fündig.
Wenn Sie Kultur erleben möchten, können Sie das örtliche Kloster Agía Nápa besichtigen, das um 1530 gegründet wurde und heute frei zugänglich ist. Die Meereshöhlen westlich des Kap Greko sind wunderschön und nach einer durchtanzten Nacht ein geeigneter Ort zur Erholung.
Lárnaka (Südzypern; 70 000 Einwohner)
Ihren Ruf gewandelt hat die Stadt Lárnaka, die sich im Südosten der Insel befindet: Früher galt das Klima dort als ungesund, außerdem grassierte einst die Malaria und das Leben an sich war nicht besonders spannend. Man vermutet, der Name der Stadt stamme vom griechischen „larnax“, was soviel wie "Sarkophag" bedeutet - diese wurden bei Ausgrabungen auch zu großer Zahl in der Stadt gefunden. Der Begriff könnte sich jedoch auch auf die Grabesstille beziehen, die meist in der Stadt herrschte. Nach der türkischen Invasion 1947 erlebte Lárnaka jedoch einen Aufschwung: Dadurch, dass der Seehafen von Famagusta seitdem nicht mehr zugängig war, wurde Lárnaka nach Limassol zum zweitwichtigsten Hafen der Insel.
Schauen Sie sich hier das von den Türken erbaute Hafenkastell, die Kirche Àgios Lazaros, die Ausgrabungen des alten Kition, das Distriktmuseum und die belebte, orientalisch anmutende Altstadt an. Die von einem amerikanischen Architekten angelegte Promenade strahlt eine klar strukturierte und nicht überladene Eleganz aus.
Limassol (Südzypern; 156 000 Einwohner)
Nach Nikosía ist Limassol die zweitgrößte Stadt der Insel und ein wichtiges Touristenzentrum. Nach der türkischen Invasion hat sich in der Stadt viel verändert –leider nicht immer zum Besten: Sie ist nun doppelt so groß und an vielen Stellen mit Betonklötzen und unschönen Bürohäusern zugebaut. Doch rund um das alte türkische Viertel konnte sie sich zum Glück ihren Charme bewahren. Limassol ist zudem der bedeutendste Seehafen der Insel.
Besonders sehenswert sind hier das türkische Viertel und die Markthalle, außerdem die auf der Halbinsel Akrotiri gelegene Stadt Kóurion mit dem Gladiatorenhaus, dem Haus des Achilles, der Villa des Eustilios und dem Amphitheater mit Blick aufs Meer. Der Wasserfall des Green Valley im nahe gelegenen Trimíklini ist der höchste der Insel. In dem 1937 erbauten und restaurierten Komplex einer Johannisbrotmühle befinden sich heute schöne Restaurants und Cafés. Und in der Multivisionsschau Time Elevator können Sie sich auf eine multimediale Reise in die zypriotische Geschichte begeben.
Pólis (2 000 Einwohner) und Páfos (40 000 Einwohner; beide Südzypern)
Pólis galt zu Beginn der britischen Verwaltung als Ort der Diebe und Räuber - an den Küsten wickelten Piraten und Sklavenhändler ihre krummen Geschäfte ab, und auch im Landesinneren sollen Räuber regelmäßig Reisende überfallen haben. In den 1980er Jahren entwickelte sich das Städtchen zu einem beliebten Urlaubsziel von Rucksacktouristen aus der DDR, weshalb es auch Klein-Berlin genannt wurde. Heute besticht Pólis durch seinen provinziellen Charme.
Páfos gewann erst an Bedeutung, als 1962 beim Umpflügen eines Ackers spektakuläre römische Mosaike gefunden wurden. Mit der Teilung 1974 folgte außer einer Umstrukturierung der Insel an sich auch ein Wandel des Tourismus. 1984 wurde der Flughafen von Páfos eröffnet, was den Ort endgültig zur touristische Hochburg machte.
Im archäologischen Park Káto Páfos erwarten Sie einmalige Mosaike, ein Odeon und die Festung Saránta Kolónes ("Vierzig Säulen").
Nikosía (geteilt in Nord- und Südteil; 196 000 Einwohner)
Auch die zypriotische Hauptstadt Nikosía ist geprägt von der türkischen Invasion: Die Bebauung erscheint teilweise ungeordnet und wahllos, so befinden sich etwa einige gepflegte Häuser mit Vorgärten in unmittelbarer Nähe von Hochhäusern. Innerhalb der Stadtmauern entdeckt man jedoch ein anderes Nikosía, ein altes Viertel mit viel Charme. Seit 1974 ist auch die Stadt geteilt: Die Grenze ("Green Line") verläuft quer durch das Stadtgebiet; im Norden befindet sich der türkisch besetzte Teil, der weder wirtschaftliche noch soziale Beziehungen zum griechischen Teil hat.
Besonders beeindruckend im Süden der Hauptstadt ist die fünf Kilometer lange Venezianische Festungsmauer, die 1568 errichtet wurde und die Altstadt umschließt. Die 1872 von den Türken erbaute Faneromeni-Kirche ist die wohl größte Kirche der Stadt. Im Zypernmuseum (südwestlich der Altstadt gelegen) befindet das bedeutendste archäologische Museum der Insel. Motorrad-Fans kommen im Cyprus Classic Motorcycle Museum auf ihre Kosten.
Im Norden gibt es die Arabahmet-Moschee (aus dem 17. Jahrhundert) und die Selimiye-Moschee (aus dem 13. Jahrhundert) zu besichtigen. In der Mitte des Atatürk-Platzes befindet sich eine Venezianische Säule.
Tróodos (Südzypern)
Das Tróodos-Gebirge ist an seinem höchsten Punkt, dem Ólympos, 1 952 Meter hoch. Die Ausläufer reichen im Nordosten bis ans Meer zur Akámas-Insel, wo es zur Ebene hin steil abfällt. In Richtung Süden hingegen schwingt es sanft ab. Wegen seiner schwarzen Pinien wird das Gebirge oft als "Schwarzwald des Mittelmeeres" bezeichnet. Der Ólympos ist ein beliebtes Ausflugsziel für Zyprioten wie auch für Touristen.
Asínou
Die Scheunendachkirche von Asínou gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe und enthält bunt gestaltete, gut erhaltene Fresken, die Jesus’ Leben in Bildern erzählen. Im nahe gelegenen Pano Plátres gibt es gleich zwei malerische Wasserfälle zu bewundern, einer von ihnen wildromantisch, der andere eher steil herabfallend.
Weblinks
Reiseinformationen von Lonely Planet




