Per Boot an Griechenlands Küsten unterwegs

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    Die Griechen waren schon seit jeher ein Volk der Seefahrer. Denn nur so konnten sie die zahlreichen Inseln ihres Landes erreichen. Heute gehört Griechenland zu den interessantesten Segeltörns wegen der zahlreichen unterschiedlichen Golf- und Meeresausläufer. Den besonderen Charme machen dabei wohl die verschiedenen Segelreviere aus, die man rund um das Ionische Meer im Westen Griechenlands, den Saronischen Golf im Süden Griechenlands und die Sporaden und Dodekanes im Nord- bzw. Südosten der hellenischen Halbinsel, der Ägäis und dem Golf von Korinth finden kann. All diese Segelreviere haben dort ihre Spezialitäten und auch eigene Herausforderungen.

    3000 Inseln und 16.000 Kilometer Küste

    Die griechische Küste ist einfach wunderbar. 16.000 Kilometer Küste, das vom Azoren-Hoch geprägte Wetter, die beständigen Winde, das faszinierende tiefblaue Wasser und die berühmten weiß gekalkten Häuser und Olivenhaine so weit das Auge reicht, laden einfach zum Kommen ein. Die Inselstrände und die Städte sind so abwechslungsreich und gegensätzlich wie in nur noch wenigen anderen europäischen Ländern auch. Die Mischung aus einfachen Tavernen und Kafenions, sowie die gemütlichen Bars oder flippige Läden bieten für alle etwas. Dazu kommt, dass die größeren Inseln jeweils einem ganz eigenem Motto verschrieben sind. Hier kommen Naturliebhaber und Erholungssuchende und genauso die, die gerne feiern wollen auf ihre Kosten.

    Ein guter Startpunkt für den Segeltörn

    Als ideal kann man in vielen Fällen wohl eine Yachtcharter ab Athen bezeichnen. Denn ab hier wird einem schon sofort all das geboten, was Griechenland und die dazugehörige Küste ausmacht. Schnell können die geschützten Gewässer und die herrlichen Küstenlandschaften des Saronischen Golfs auch von Anfängern und Erholungsbedürftigen erreicht werden. Wer es abenteuerlicher und ambitionierter mag und sich zu den Sportseglern zählen kann, wird die aufregende Inselwelt der Kykladen bevorzugen. Hier findet man 56 wilde Inseln, die sich abseits der Touristenströme befinden und die durch den fordernden Starkwind Meltemi zu einem Segelabenteuer locken.

    Das Ionische Meer, dass zum leichten Segeln einlädt

    Das Segelrevier des ionischen Meeres erstreckt sich von der Insel Korfu im Norden bis Zakynthos im Süden. Als Stationen dort bieten sich zum Beispiel die größeren Inseln Paxi, Lefkas, Ithaka und Kefalonia an. Das Revier ist durch die zahlreichen Fischerhäfen, schönen Buchten und Strände sehr attraktiv. Wegen der gemäßigten Wetterverhältnisse (keine Meltemi-Winde) ist es auch gut für weniger erfahrene Chartercrews und sogar für Familien mit Kindern geeignet. Zu den beliebtesten Häfen als Ausgangsbasis für einen Chartertörn zählen Korfu, Lefkas und Preveza.

    Der Kanal von Korinth als besonderes Erlebnis

    Für die Schifffahrt ist dieser rund 20 Meter breite Kanal seit 1893 geöffnet. Man kann ihn als besonderes Erlebnis für Skipper nennen. Hier verlässt man die Ionische Meer in Richtung Ägäis (oder umgekehrt) - vorbei an den etwa 80 Meter senkrecht nach oben ragenden Felswänden. Auf die Art und Weise lassen sich zudem noch ca. 200 Seemeilen einsparen. Der Kanal kann nur im Einbahnsystem befahren werden.

    Die Sporaden

    Die Sporaden liegen in der Nähe des Festlandes im Nordwesten des Ägischen Meeres. Die Hauptinseln der Inselgruppe sind: Skiathos, Skopelos, Alonissos und Skiros. Wie die ionischen Inseln sind auch die Sporaden nicht so sehr bekannt wie die Kykladen. Sie zählen ebenso zu den eher ruhigeren Yachtcharter-Revieren in Griechenland.