Andalusien Reise: Kulinarisches

Aus Länder-Lexikon.de

Mediterrane Diät

Die andalusische Küche wurde bereits früh in der Geschichte von verschiedenen Kulturen geprägt, besonders jedoch von der arabischen im 10. Jahrhundert, was sich noch heute in den landestypischen Gerichten widerspiegelt. Grundlage fast aller Gerichte ist das Olivenöl, das in der Region vielerorts hergestellt wird, beispielsweise in den Gegenden um Jaén oder Córdoba. Die sogenannte mediterrane Diät, die den Ruf hat, besonders positive Effekte auf die Gesundheit zu haben, stammt ursprünglich aus Andalusien.

Die Nähe zu den beiden Meeren bietet in Andalusien natürlich die besten Möglichkeiten zum Fischfang. Daher zählen auch zahlreiche Fischarten zu den regionalen Spezialitäten, beispielsweise der Rote Tunfisch, Seezunge, Seebarsch, Meerbarbe, Sardelle, Scholle und viele mehr. Die weißen Garnelen aus der Region Huelva sind besonders zu empfehlen, und die Langschwanzkrebse aus Sanlúcar werden besonders gelobt. So hält jede Region ihre ganz speziellen Köstlichkeiten bereit.

Traditionelle Gerichte

Gazpacho, eine kalte Gemüsesuppe, gibt es mittlerweile in zahlreichen Variationen, und auch mediterrane Eintöpfe halten nach einer langen Zeit stiefmütterlicher Behandlung wieder Einzug in andalusische Restaurants. Besonders empfehlenswert sind die zahlreichen Variationen an Tapas („Häppchen“), die man sich in Bars und Restaurants beliebig zusammenstellen kann.

Klassiker sind der „Jamón Serrano“, der traditionelle Schinken, „Pescaito Frito“, eine frittierte Fischauswahl, oder „Cazuelitas“, in kleinen braunen Tonschalen servierte Köstlichkeiten. Inzwischen gibt es jedoch auch viele moderne Neukreationen.

Süße Köstlichkeiten

Andalusische Süßigkeiten werden vor allem von zwei Zutaten geprägt: Honig und Mandeln. Mandelbrot („Turrón“) aus Cádiz, Quittenbrot („Dulce de Membrillo“) oder in Honig getauchtes Ölgebäck („Pestiños“) sind nur drei von unzähligen süßen Highlights der Region.

Wein

Wein

Nicht zu vergessen ist natürlich das reichhaltige Weinangebot. Andalusien gilt als ältestes Weinanbaugebiet Spaniens.
Besonders Weine aus Jerez (Cádiz) stehen für hohe Qualität und unvergleichlichen Genuss. Aus Málaga kommen vor allem Süßweine. Weitere hochwertige Spezialitäten findet man in Condado (Huelva), Montilla-Moriles (Córdoba) oder Laujar de Andarax (Almería).